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Hoffnung und Hindernisse

EiskunstlaufIm Bernbiet gibt es derzeit nur wenige talentierte Nachwuchsathleten.

Die Heim-EM in Bern kommt für Anastassia Kistler einige Jahre zu früh. Die 16-Jährige gilt als Hoffnungsträgerin der Eiskunstlaufsektion des SC Bern. Sie bestreitet regelmässig internationale Nachwuchswettkämpfe im Ausland, an den nationalen Titelkämpfen der Elite erreichte die Freiburgerin im Dezember den 7.Rang. Trainerin Jacqueline Kiefer attestiert ihrem Schützling das Potenzial, sich dereinst für Europa- und Weltmeisterschaften qualifizieren zu können. Kiefer hat sich in der Szene durch die Betreuung Jamal Othmans einen Namen gemacht. Den im Vorjahr zurückgetretenen Berner formte sie zum Schweizer Meister und Olympiateilnehmer. Auch auswärtige Läufer trainieren mittlerweile unter Kiefer, etwa der 14-jährige Waadtländer Vincent Cuérel, welcher an den Schweizer Jugendmeisterschaften Bronze gewann. «Es ist denkbar, dass er künftig für den SCB laufen wird», sagt Kiefer. Der Athlet könnte das trübe Bild aufhellen: An den nationalen Nachwuchstitelkämpfen verpassten die Berner nämlich in sämtlichen Kategorien den Sprung aufs Podest. Verein stösst an Grenzen Es gebe im Bernbiet durchaus Läufer, welche viel Zeit und Energie ins Eiskunstlaufen investierten, konstatiert Kiefer. In den vergangenen Jahren habe sich aber ein Mitgliederrückgang akzentuiert. Dieser gründet mitunter im Umbau der Postfinance-Arena (2008/2009). Damals waren die Rahmenbedingungen für die Eiskunstlaufsektion des SCB ungünstig; «das Eis stand uns nur unregelmässig zur Verfügung», sagt Kiefer. Einige Läufer hätten den Verein verlassen, auch deshalb verfüge der SCB derzeit nicht über die gewünschte Breite im Nachwuchsbereich. Vielmehr stösst der Klub jedoch an finanzielle Grenzen. In der Zwischensaison (August bis Oktober, März bis Mai) kann er sich die seit der Hallensanierung höhere Eismiete nur bedingt leisten; die Trainings finden daher teils in Biel, Burgdorf und Hasle-Rüegsau statt, was organisatorischen Mehraufwand mit sich bringt. Kiefer erhofft sich diesbezüglich Besserung, Verhandlungen mit der Stadt und anderen Interessengruppen laufen. «Eiskunstlaufen hat sich zum Ganzjahressport entwickelt. Wer nur während fünf Monaten trainiert, schafft den Anschluss an die nationale Spitze nicht», erklärt die 52-Jährige. Infrastrukturell sei etwa die Zürcher Szene in einer günstigen Situation. In der Stadt und Agglomeration gebe es mehrere Eisbahnen mit ganzjährigem Betrieb.phr>

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