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Holdener holt Silber – Hählen wird Fünfte

ski alpinAn der Junioren-WM in Crans-Montana holt sich die Schwyzerin Wendy Holdener (17) in der Abfahrt die Silbermedaille. Joana

Die Erwartungshaltung im Schweizer Frauenteam vor diesem WM-Abfahrtsrennen war gross. Alle Schweizerinnen hatten in den beiden Trainingsfahrten einen bestechenden Eindruck hinterlassen und angedeutet, dass sie im Kampf um die Medaillen ein gewichtiges Wort mitreden wollten. Nur die grosse Favoritin, die Norwegerin Lotte Smiseth Sejersted, fuhr in beiden Trainingsfahrten noch schneller. Nicht mehr im Schweizer Team mit dabei war die nominell beste Abfahrerin der Saison, die Walliserin Melissa Voutaz (20). Die Mitfavoritin riss sich bei ihrem Trainingssturz am Sonntag das Kreuzband und wird Ende Februar operiert. Sie wird sechs bis acht Monate ausfallen. Holdener holt Silber Das Rennen selbst war ein Spiegelbild der beiden Trainingsfahrten. Die Schwyzerin Wendy Holdener stellte mit der frühen Startnummer 6 eine Bestzeit auf, die lange Bestand haben sollte. Sowohl die beiden Österreicherinnen Cornelia Huetter und Jessica Depauli wie auch die einheimischen Priska Nufer sowie Jasmin Rothmund kamen nicht an Holdeners Bestzeit heran. Dies änderte sich erst bei der Fahrt von Sejersted. Bei allen Zwischenzeiten lag die Norwegerin zum Teil klar in Führung. Obwohl sie im Schlussabschnitt noch Zeit auf Holdener einbüsste, rettete sie auf der Piste Nationale 0,34 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Für Holdener, die ihre erste Abfahrt in diesem Winter bestritt, war die Silbermedaille der verdiente Lohn für ihre mutige Fahrt. «Ich stand in dieser Saison erst dreimal auf den Abfahrtsski. Umso schöner, dass es trotzdem gleich mit einer Medaille geklappt hat.» Die erst 17-Jährige (damit ist sie um 2 Jahre jünger als die Siegerin aus Norwegen) kann noch zwei weitere Jahre an Nachwuchstitelkämpfen teilnehmen. Für sie ist es die erste WM-Medaille. Vor Jahresfrist in Megève hatte die grosse Schweizer Nachwuchshoffnung in der Abfahrt den 5.Platz belegt. Wie Sejersted, deren Bestresultat ein 17.Platz in der Abfahrt (im März 2010 in Crans-Montana) ist, hat auch Wendy Holdener im Weltcup schon mehrmals gepunktet (im Slalom). Deshalb hofft sie morgen Donnerstag auf eine weitere Medaille in ihrer Paradedisziplin. Hählen ohne Glück Das Rennen blieb spannend, jedenfalls bis zur Startnummer 29. Die Oberländerin Joana Hählen, die das erste WM-Rennen in ihrer noch jungen Karriere bestritt, hatte im Abschlusstraining mit der zweitbesten Zeit aufhorchen lassen. Sie liess sich auf der bestens präparierten Piste auch durch die hohe Startnummer 27 nicht beirren und fuhr ein ausgezeichnetes Rennen. Bei allen Zwischenzeiten durfte sie sich berechtigte Hoffnung auf eine Medaille machen. Im Ziel aber fehlten der vielseitigen Lenkerin lediglich 15 Hundertstel für den Gewinn der Bronzemedaille. «Ich freue mich über den fünften Rang, bin aber auch etwas enttäuscht, dass ich nach meiner guten Fahrt eine Medaille mit einem solch minimen Rückstand verpasst habe», sagte Hählen. Die Piste sei gegenüber den Trainings aufgrund der kalten Nacht viel schneller gewesen, und die Sprünge seien daher auch viel weiter gewesen als noch am Vortag, so Hählen. Bei einem solchen hat sie wohl auch die entscheidenden Hundertstel eingebüsst. «Ich flog zu weit und kam daher von der Ideallinie ab.» Der Nachwuchschef Franz Hofer hatte vor dem Rennen gesagt, dass Hählen in allen Disziplinen ein Spitzenergebnis zuzutrauen ist. Insbesondere aber ihrer Vielseitigkeit wegen in der Kombination. Eine weitere Chance erhält die 19-jährige Lenkerin heute, wenn im Riesenslalom (9/12.45 Uhr) die Medaillen vergeben werden. Die Freiburgerin Andrea Thürler (Jaun), mit der Startnummer 29 gestartet, verpasste die Bronzemedaille als Achte auch nur um 57 Hundertstel, war damit aber nur die fünftbeste Schweizerin.Peter VoegeliResultate Seite 22 >

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