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«Ich habe meine Traumstelle»

Morgen Sonntag wird Kathrin Betscha-Schweizer in der Kirche Langnau in

Kathrin Betschas Büro im Lang-nauer Kirchgemeindehaus glich Anfang Woche einem kleinen Warenlager. Ein Dutzend Fla-schen Olivenöl standen auf dem Schreibtisch, am Boden lagerte eine Kiste mit in Säckchen abgepackten Bretzeli etc. Hier kam zusammen, was am Langnauer Märit am Stand der Kirchge-meinde Langnau zu Gunsten eines Strassenkinderprojekts in Ghana verkauft werden sollte. An Kathrin Betscha war es, den Stand zu organisieren und auch die Frauen und Konfirmanden zu suchen, die ihn betreuen würden. «Bin viel am Organisieren» Seit bald zwei Monaten arbeitet die 52-Jährige in Langnau. Mor-gen wird sie in der Kirche feierlich in ihr Amt als Sozialdiakonin eingesetzt. Dieser Gottesdienst und die Tatsache, dass die Pfarrerin speziell für sie und ihre Aufgabe beten werde, seien ihr wichtig, betont Kathrin Betscha. «Aus eigener Kraft kann ich dieses Amt nicht ausführen.» Auf die Bitte, ihre Aufgabe als Sozialdiakonin zu umschreiben, zählt Kathrin Betscha auf: Sie organisiere den Besucherdienst, führe also interessierte Seniorinnen und Senioren der Kirchgemeinde mit jenen 26 Frauen und Männern zusammen, die bereit seien, regelmässig Leute zu besuchen. Sie leite aber auch die Kontaktgruppe, die Neuzugezogene besuche, organisiere das alle zwei Wochen stattfindende Kirchenkaffee, wirke mit in der offenen Weihnachtsfeier, die am 24.Dezember im Rahmen der Allianz in den Räumen der Heilsarmee stattfinden werde, und organisiere Seniorenferien. Zusammen mit der Gruppe für Ökumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit führe sie in der Fastenzeit aber auch einen Suppentag und andere Aktionen durch. Kurz: «Ich bin viel am Organisieren», sagt Kathrin Betscha. Ein Hintergedanke All diese Aktivitäten haben ein tieferes Ziel: die Bedürfnisse der Mitglieder der Kirchgemeinde zu erkennen. Kathrin Betscha hat während der Ausbildung sowohl biblische als auch soziale Fächer belegt. Gottesdienste zu halten stehe nicht in ihrem Pflichtenheft, seelsorgerische Gespräche zu führen allerdings schon. Die Sozialdiakonin kann sich vorstellen, für Beratungen Termine zu vereinbaren. «Aber auch nicht vereinbarte, spontane Gespräche können sehr tief gehen», sagt sie. Dafür, dass sich solche ergeben, ist sie nach Langnau gekommen. Die Traumstelle gefunden Nach ihrer Ausbildung hat die junge Sozialdiakonin in Wä-denswil gearbeitet. Doch nach der Heirat gab sie ihren Beruf auf, um ihren Mann im Geschäft zu unterstützen. Vor vier Monaten ist das kinderlose Ehepaar nach Signau gezügelt. Für Kathrin Betscha-Schweizer war sofort klar, dass sie hier in ihrem einst erlernten Beruf arbeiten möchte. In Langnau fand sie eine 50-Prozent-Anstellung. Nachdem die Kirchgemeinde beschlossen habe, ab Februar einen Jugendpastor zu beschäftigen, gehörten kirchliche Unterweisung und Jugendarbeit nicht mehr zum Pflichtenheft der Sozialdiakonin, erklärt Kathrin Betscha. Ihr, die lieber mit der älteren Generation arbeitet, kann das nur Recht sein. «In Langnau habe ich meine Traumstelle gefunden», sagt sie. Susanne GrafDie Amtseinsetzungsfeier findet morgen Sonntag während des Gottesdienstes in der Kirche Langnau, 9.30 Uhr, statt. >

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