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Ihre Marroni wärmen kalte Hände

arbeiten in der kälteDiese Drei haben eines gemeinsam: Den Wunsch nach einer Tasse heissen Kaffee. Denn die frostigen Temperaturen machen den Arbeitsalltag der Marroniverkäuferin, des Kehrichtmannes und dem Securitas-Angestellten ganz schön hart.

Dort, wo sie herkommt, ist es derzeit um die zehn Grad warm. Zwanzig Grad wärmer als in der Schweiz: Ornella Macchio stammt aus Kalabrien, der südlichsten Region des italienischen Festlandes. Seit acht Jahren verkauft die 48-Jährige an der Berner Neuengasse Marroni. «Die Leute kaufen mehr, wenn es so kalt ist. Sie wärmen sich mit den heissen Kastanien die Hände», sagt Macchio. Pro Tag gehen 60 bis 80 Kilogramm Marroni über die Ladentheke. Sieben Tage die Woche steht die Marroniverkäuferin von zehn Uhr morgens bis abends um acht in ihrem Häuschen. Sie friere nur morgens ein bisschen, sagt Macchio. Die Frau von ganz unten am Stiefel trägt einfache Winterschuhe, ein Paar Socken, Jeans, einen Faserpelz, Handschuhe – und keine Strumpfhosen. «Die jucken immer, da friere ich lieber.» Doch der Ofen wärmt. Und ihr Mann löst Ornella Macchio regelmässig ab, damit sie sich in einem Lokal verpflegen und aufwärmen kann. Ihre Saison dauert noch bis Ende März, danach macht Macchio nach dem strengen Winter eine Arbeitspause. Zurück in die Heimat geht es in dieser Zeit aber nicht. Obwohl die Italienerin schwärmt: «Mein Elternhaus liegt direkt am Meer.»Simone Lippuner>

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