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In Höchstetten – aber als Gegner

HornussenHöchstetten hat das Spitzenspiel der 1.NLA-Runde gegen Zuchwil mit 42 Punkten Vorsprung

Ursprünglich stammt er aus Studen im Seeland. Seit seinem 14.Lebensjahr aber hat Urs Bichsel für die HG Höchstetten gespielt. Mit den Oberaargauern ist er 2008 auch Schweizer Meister geworden. Am Samstag stand für die HG Höchstetten das erste Meisterschaftsspiel der Saison 2011 auf dem Programm. Gegner war die HG Zuchwil. Bichsel aber trug nicht mehr das blaue Dress von Höchstetten. Er war in Rot gekleidet, der Klubfarbe der Solothurner, und trat gegen seine langjährigen Teamkollegen an. Dem bald 27-Jährigen, der in der Sanitär- und Heizungsbranche tätig ist, lief es nicht nach Wunsch. Mit nur 58 Punkten war er der zweitschlechteste Einzelschläger der HG Zuchwil. «Mit Nervosität hatte dies nicht zu tun», meinte Bichsel. «Es ist einfach nicht so gut gelaufen.» Zuchwil beendete das Spiel als Verlierer. Mit 1342 zu 1300 Punkten gewann Höchstetten das Duell zweier Titelanwärter und startete somit erneut mit einem Sieg in die Meisterschaft. Luftveränderung Urs Bichsel ist nicht im Streit von Höchstetten geschieden. «Nach zwölf Jahren in der gleichen Gesellschaft suchte ich einfach einmal eine Luftveränderung», sagte er. Bichsel wollte bei einem Spitzenverein bleiben, und da bot sich die HG Zuchwil an. Schon allein aus geografischen Gründen. Aber da waren auch noch persönliche Beziehungen. «Benjamin Lehmann hat wesentlich dazu beigetragen, dass ich zu Zuchwil gewechselt habe», erklärte der gebürtige Seeländer. Lehmann ist bei Zuchwil einer der besten Einzelschläger und somit eine Teamstütze. In Höchstetten hat man den Abgang mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Bichsel war insbesondere beim Abtun im Ries ein wichtiger Mann, und auch neben dem Spielfeld zeigte er grosses Engagement. «Wir haben zusammen die Spielkommission und den Nachwuchs geleitet», sagte Stefan Huber, der Mannschaftsführer des NLA-Teams und Vizepräsident der HG Höchstetten. «Etwa im letzten Sommer habe ich gemerkt, dass sich Urs mit dem Gedanken beschäftigt, zu einer anderen Gesellschaft zu wechseln. Wichtig war danach, dafür zu sorgen, dass nicht zu viel Unruhe bei uns entstand.» Man wünsche Bichsel viel Glück in Zuchwil; er bleibe aber immer noch ein Freund der HG Höchstetten. «Wenn er zu uns zurückkommen will, ist er jederzeit willkommen.» Schwager im Team Auch Urs Bichsel betrachtet sich immer noch als Freund vieler Höchstetter Spieler. «Andreas Schneider ist mein Schwager, Andreas Ryser hat am gleichen Tag Geburtstag», sagte er. Falls er sich mit Teammitgliedern der HG Höchstetten treffen will, hat er es auch nicht weit. Bichsel wohnt in Winistorf, bloss etwa einen Kilometer vom Ries in Höchstetten entfernt. Reto Pfister>

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