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Interlaken mit mehr Biss – 2:1-Sieg im Derby

fussballDer FC Interlaken hat den 2:1-Derbysieg gegen Allmendingen verdient. Der Tabellenvorletzte zeigte eine kämpferische starke Leistung.

«Mit einem Punkt wäre ich sehr zufrieden», hatte der Interlaken-Trainer Hansruedi Baumann vor dem Match erklärt. Ein süffisantes Lächeln in seinem Gesicht verriet aber, dass er seinem Team auch mehr zutraut. Dem Optimismus war schnell einmal die Ernüchterung gewichen. Noch keine fünf Minuten waren gespielt, als die Allmendinger jubeln konnten. Mühelos hatten sich Sandro Eberhart und Marc Blaser durch die Abwehr der Interlakner kombiniert. Uneigennützig passte Blaser zum besser postierten Topskorer Terry Schneider, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste. Geschockt? Keineswegs. Baumann gab seinen Spielern Anweisungen, die Räume im Mittelfeld eng zu machen und das Heimteam beim Spielaufbau früh zu stören. Die Spieler nahmen sich die Ratschläge des Trainers zu Herzen. Und Allmendingen bekundete mit der aggressiven Störarbeit des Gegners grosse Probleme. Der Spielfluss beim Wenger-Team kam danach praktisch zum Erliegen. Interlaken hingegen liess sich vom frühen 0:1 nicht aus der Ruhe bringen und wurde stärker. Die ersten zwei Warnschüsse Richtung Allmendingen Tor von Reto Ramseier verfehlten das Tor nur knapp. Dann aber klappte es. Ein mustergültiger Konterangriff über den überragenden Spielmacher Ricardo Dias, landete bei Maik Haari. Sein Torschuss prallte von einem Verteidiger ab, direkt vor die Füsse von Gino Calce, der den Ball zum 1:1 ins Netz schoss. Gelungene Rückkehr Maik Haari, der beste Torschütze der Interlakner in der letzten Saison, hatte die gesamte Vorrunde verletzungsbedingt verpasst. Gegen Allmendingen gab der 24-Jährige nach einer notwendig gewordenen Operation sein Comeback. Der Trainer ist froh darüber, dass er im Angriff wieder auf Haari zählen kann. Baumanns Offensive erfährt schon bald einmal eine weitere Verstärkung: Mirko Picardi, ein fussballerischer «Weltenbummler», hatte schon in diversen Oberländer Teams, aber auch bei Münsingen, Solothurn und Grenchen in der 1. Liga gespielt. Vom Challenge-League-Verein Biel wechselte der 26-Jährige nun zu Interlaken. Nach der Pause wurde der Kampfgeist von Interlaken belohnt. Beim 2:1-Siegestreffer von Flamur Lekaj spielte der Zufall eine entscheidende Rolle. Sein Schuss prallte von einem Allmendinger ab, so dass sich dieser als Bogenball hinter dem guten Goalie Stefan Schenkel ins Tor senkte.Peter Voegeli>

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