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Ja zu SVP-Initiative: Matte bleibt leer

Erfolg für die SVP: Utzenstorf nimmt ihre Initiative an, und so wird nun hinter dem Zentrum Lindenpark vorläufig nicht gebaut.

SVP-Präsident Thomas Sollberger sprach von «einem Superresultat», von einem Ergebnis, mit dem er persönlich in dieser Höhe nicht gerechnet habe. Mit 634 Ja gegen 361 Nein stimmten die Utzenstorferinnen und Utzenstorfer gestern der von seiner Partei lancierten Initiative «Gegen den Verkauf des Tafelsilbers» zu. Damit steht fest, dass das freie Stück Land hinter Coop, Post und Bank im Zentrum Lindenpark nicht mehr an einen Investor verkauft wird. Und wohl in nächster Zeit so leer bleibt, wie es heute ist. Für den Gegenvorschlag des Gemeinderates sprachen sich nur 403 Personen aus, 574 waren dagegen. Die Behörden hatten für die gemeindeeigene Matte in naher Zukunft zwar auch keine konkreten Pläne mehr, wollten die knapp 330o Quadratmeter indes künftig im Baurecht abgeben können. Einen Drittel der Fläche hätte der Investor für Projekte zugunsten der Öffentlichkeit offen halten müssen. Leidvolle Vergangenheit Nicht das Ja zur Initiative habe ihn überrascht, sondern, mit wie vielen Ja-Stimmen die Vorlage angenommen worden sei, fuhr Sollberger fort. Schon vor dem Urnengang habe er im Dorf mitbekommen, dass die Matte den Leuten übrig sei. «Viele handelten beim Abstimmen wohl nach dem Motto ‹Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende›.» Der SVP-Präsident spielte so auf die leidvolle Vergangenheit des Areals an, das 2003 – übrigens ebenfalls in einer Urnenabstimmung – zum Verkauf freigegeben worden war und eigentlich längst überbaut sein sollte. Allein, die Behörden kamen nicht richtig vom Fleck. Zuerst führten die Pultdächer eines ersten Projekts zu hitzigen Diskussionen. Später starb der Investor, und die Nachkommen hatten kein Interesse mehr an der Überbauung in Utzenstorf. Für die Feuerwehr? Gemeinderat Niklaus Knuchel (BDP) kam gestern noch auf einen zweiten Punkt zu sprechen. Utzenstorf befinde sich finanziell in einer ganz anderen Lage als 2003. Damals habe man den Verkauf mit dem Argument vorangetrieben, dass Utzenstorf Geld brauche. Mittlerweile sei Eigenkapital aufgebaut und Fremdkapital reduziert worden – das habe sicher mit zum deutlichen Ja zur Initiative beigetragen. Die Exekutive akzeptiere den Entscheid, so Knuchel – auch wenn sie nun im Fall der Fälle halt nicht mehr flexibel reagieren könne und damit das Areal vorläufig leer bleibe. Auch SVP-Präsident Sollberger sprach sich dafür aus, die Matte «im Moment grundsätzlich freizuhalten». Sollte die öffentliche Hand – etwa für ein erweitertes regionales Feuerwehrmagazin – Bedarf haben, bestehe indes rasch die Möglichkeit, hier zu bauen. Stephan Künzi>

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