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Jetzt fliesst die Wärme ökologisch

Ostermundigen ist umweltbewusst: Gestern präsentierten die Verantwortlichen die Anlage des Wärmeverbundes Mösli.

Ostermundigens neuestes Projekt heisst Wärmeverbund Mösli. Die Heizzentrale, welche mit erneuerbarer Energie betrieben wird, beliefert unter anderem die Schulanlagen Mösli und die Klinik Waldau. Durch das Projekt sollen jährlich 850000 Liter Heizöl gespart und der CO2-Ausstoss soll um 2000 Tonnen reduziert werden. Ein einfaches Prinzip Ein Blick in die Tiefe der Milchstrasse in Ostermundigen zeigt fortschrittlichste Technik, versteckt unter einem unscheinbaren Parkplatz. Die Projektleiter präsentieren den Laien komplizierte Anlagen mit Elektropumpen, Holzschnitzelsilos und Fernwärmeleitungen. Das zu Grunde liegende Prinzip ist jedoch schnell erklärt. Wärmeverbunde erlauben es, mit Hilfe erneuerbarer Energien gleichartige Nutzungen von Energieabnehmern zusammenzufassen. Im Fall des Wärmeverbundes Mösli funktioniert das wie folgt: Die neben der Heizzentrale des Verbundes ansässige Emmi liefert aus ihren Kühlprozessen einen Teil der anfallenden Abwärme an den Verbund. Mit Elektrowärmepumpen wird diese Abwärme auf Heizwassertemperatur erhitzt. Durch im Boden verlegte Fernwärmeleitungen an den Abnehmer wird sie dann weitergeleitet. So nutzt der Kindergarten Mösli ein eigentliches Abfallprodukt der Firma Emmi, um seine Räume zu heizen. Für andere Kunden wie die Klinik Waldau ist diese durch Pumpen erreichte Temperatur jedoch zu niedrig. Mit Hilfe einer Holzschnitzelheizung wird das Heizwasser auf die gewünschte Temperatur gebracht und an die Waldau weitergeleitet. Auf Langfristigkeit setzen Mit der Abwärme von Emmi und den Holzschnitzeln aus der Region ersetzt der Wärmeverbund Mösli so pro Jahr geschätzte 850000 Liter Heizöl. Das Projekt hat indes seinen Preis. Die Investitionskosten betragen 5,5 Millionen Franken, der Kanton Bern und der Ökofonds Energie Wasser Bern haben einen Förderbeitrag von je 500000 Franken gesprochen. Ein Preis, der sich laut den Verantwortlichen jedoch auszahlen wird. So machte der Projektverantwortliche Bruno Liesch mehrmals deutlich, dass dieses Projekt langfristig angelegt sei. Die Wärmekunden sind dem Projekt für die nächsten zwanzig Jahre verpflichtet. Zukunftsweisendes Projekt An der Projektpräsentation war auch Prominenz zu Gast. Neben Christian Zahler, Gemeindepräsident von Ostermundigen, und dem Verwaltungsratspräsidenten der ausführenden Wärmeverbund Marzili Bern AG, zeigte sich auch Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer mit dem Projekt zufrieden. Die Regierungsrätin betonte die Langfristigkeit dieser Idee: «Mit dem Wärmeverbund hat der Kanton ein zukunftsweisendes Projekt mehr. Einen Leuchtturm, der zur Nachahmung anregt und auf den wir stolz sind.» Reto Boschung >

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