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Jetzt ist er auch im Slalom stark

ski alpinFeuz kombiniert sich auch im dritten Rennen der Saison auf das Podest. Der Schangnauer zeigte in Chamonix, dass er auch im Slalom einiges zu bieten hat.

«Nach der Abfahrt habe ich nicht mehr daran geglaubt, dass ein Podiumsplatz möglich ist», erklärte Beat Feuz nach dem Kombinationsslalom. Aber es hatte in der dritten Kombination des Winters gereicht: Feuz wurde nach seinen 2. Rängen in Wengen und Kitzbühel in Chamonix Dritter. «In der Abfahrt hat es mir im mittleren Teil die Ski verschlagen, weshalb ich für die folgende Fläche viel Tempo verlor.» 1,53 Sekunden büsste Feuz als Fünfter auf die Bestzeit von Romed Baumann ein, womit sich die Ausgangslage natürlich wenig verheissungsvoll präsentierte. Doch es lief letztlich genau umgekehrt wie letzten Winter in der Kombination von Chamonix. Damals hatte Feuz die Kombinationsabfahrt gewonnen. Danach war er im Slalom noch auf Position 10 zurückgefallen. Diesmal gelang dem 24-jährigen Schangnauer ein starker Slalom, dank dem er sich hinter Baumann und dem erst 20-jährigen Franzosen Alexis Pinturault auf Platz 3 setzte. Und vor allem konnte er sich vor Ivica Kostelic behaupten. Der Kroate hatte 6 der 7 vorangegangenen Weltcup-Kombinationen für sich entschieden, doch für einmal trug ihn sein Angriff im Slalom nicht mehr nach vorne. «Immerhin. Ein paar Punkte konnte ich gutmachen», freute sich Feuz. In der Weltcup-Gesamtwertung liegt der Berner – auch dank des vierten Ranges in der Abfahrt vom Samstag – weiterhin auf Platz 3. Neben Feuz fühlte sich mit Didier Défago noch ein zweiter Schweizer Abfahrer im Slalom überraschend wohl. Um zwei Hundertstel liess der Walliser Kostelic hinter sich und wurde Sechster. Anderes Skimodell für Feuz In der zweiten Abfahrt von Chamonix schaffte es am Samstag erstmals in dieser Saison keiner aus dem Schweizer Team auf das Podest. Beat Feuz und Didier Cuche belegten die Ränge 4 und 7. Dafür räumten die Kanadier ab, allen voran Jan Hudec, der so souverän wie überraschend gewann. Cuche hielt so den Schaden im Kampf um die kleine Kristallkugel im Rahmen. «Ich habe nicht viel falsch gemacht. Das Positive war, dass meine gefährlichsten Gegner im Abfahrtsweltcup auch nicht ganz vorne landeten», hielt der Neuenburger fest. Beat Feuz liegt als Dritter noch 105 Punkte hinter Cuche, doch wichtig war dem Emmentaler, dass er sich am Samstag eindrücklich zurückgemeldet hat. 23. war er in Garmisch, 21. am Vortag. «Klar würde ich lieber auf dem Podium stehen, aber es fehlten ja nur 12 Hundertstel. Rang 4 ist für mich nach den zwei nicht so guten Ergebnissen wie eine Befreiung, obwohl ich selber nie an mir gezweifelt habe.» Zwei Dinge waren für ihn entscheidend: «Ich habe ein anderes Skimodell gefahren und darauf geachtet, dass ich wieder besser über den Ski stehe. Das hat funktioniert.» Auch der Weisheitszahn, den er sich am Montag hatte ziehen lassen müssen, war kein Problem: «Ich habe keine Medikamente gebraucht.» Küng mit Einfädler Der Schweizer Abfahrer Patrick Küng wurde am Samstag durch einen seltenen Fehler aus dem Rennen gerissen. Küng fädelte an einem Tor ein und stürzte. Danach klagte er über Schmerzen im linken Knie. Die definitive Diagnose der Verletzung steht noch aus. Werner Eisenring>

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