Zum Hauptinhalt springen

«Jetzt weiss ich, wo ich stehe»

Mit dem Gebäudeenergieausweis für sein Haus ist Urs Bacher, Meiringen, zufrieden. Nun wisse er, wie er Energie sparen könnte.

Der Meiringer Urs Bacher hat sich schon vor dem Bau seines Hauses zu Beginn der 80er-Jahre mit Energiefragen befasst. Geprüft hat er auch «damals noch kaum bezahlbare» Alternativenergien. Doch er entschied sich für eine Öl-Holz-Heizung. Als das Hochwasser von 2005 den Keller flutete und die Heizung zerstörte, nutzte er die Gunst der Stunde und liess eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe einbauen. Seither betragen die jährlichen Heizkosten nur noch 600 bis 700 Franken. «Aber wie es um die Energieeffizienz der Gebäudehülle steht, wusste ich nicht», erklärt Urs Bacher. Da kam ihm die Bundesaktion für einen Gebäudeenergieausweis (Geak) gerade recht. Abweichung bei Daten «Mit dem Geak und dem Beratungsbericht dazu weiss ich nun, wo ich stehe und welche Massnahmen zu welchem Preis nötig wären, um die Energieeffizienz meines Hauses zu steigern und gleichzeitig das Optimum zur Klimadiskussion beizutragen», lobt Bacher den Geak. Dass dieser den Energiebedarf seiner Heizung auf 7988 kWh pro Jahr festgesetzt hat und damit 2,6 Mal höher ist als der tatsächliche Verbrauch, erstaunt Bacher nicht besonders. Der Geak gehe eben von einem theoretischen Wert aus, der nicht auf das Energieverhalten jedes Hausbewohners Rücksicht nehmen könne. «Das Wohlfühlbefinden ist bei jedem Menschen anders», sinniert Urs Bacher, der in der Übergangszeit im Frühling und Herbst auch das Cheminée zur Wärmegewinnung einsetzt. Ein Massnahmenkatalog Peter Flück, dessen Haustechnikfirma den Geak für Urs Bacher erstellt hat, erklärt, dass neben dem Energieverhalten der Hausbewohner auch das verwendete Tool des Verbandes Schweizer Ingenieure und Architekten (SIA) zu Ungenauigkeiten geführt habe. Jetzt komme aber ein korrigiertes SIA-Tool zum Einsatz, das die Werte um bis zu 15 Prozent senke, «was unter Umständen dazu führt, dass die bisherige Einteilung in die entsprechende Effizienzklasse noch verbessert wird». Mit der Klasse C kann sich die Gesamtenergieeffizienz jedoch bereits heute sehen lassen. Die Gebäudehülle erreicht die Klasse D. Zwar schlägt die Flück Haustechnik AG, Brienz, einen ganzen Massnahmenkatalog zur Verbesserung der Energieeffizienz vor – Gesamtkosten inklusive Architektenhonorar 150000 Franken –, doch Bacher will sich auf jene Massnahmen beschränken, die am meisten bringen: die Dämmung von Dach und Aussenwänden. Kosten: 80000 Franken. Würde Bacher alle Sanierungsmassnahmen realisieren, könnte er mit Förderbeiträgen von 28000 Franken rechnen. Mitentscheidend ist, dass sich die Sanierungskosten positiv auf die Steuersituation des Hausbesitzers auswirken wird. Urs Bacher hat zwar von der Geak-Aktion finanziell profitiert, doch er würde auch 600 Franken für einen Einfamilienhaus-Geak und 1400 Franken für den Beratungsbericht investieren. Urs Egli >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch