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Jetzt will BP das Öl absaugen

Eine neue Taktik gegen die Ölpest im Golf von Mexiko: Der Versuch mit der Stahlglocke ist unterbrochen – jetzt wird gesaugt.

Hoffnung auf einen Durchbruch am Wochenende: Im Golf von Mexiko wird ein neuer Versuch gestartet, die Ausbreitung der Ölpest einzudämmen. Das Öl soll nun direkt aus dem Rohr gesaugt werden, aus dem es seit mehr als drei Wochen ins Meer sprudelt. Zunächst soll im Verlauf des Freitags mit Hilfe von Robotern eine Leitung in das abgerissene Steigrohr eingeführt werden. Dieses soll dann an der Verbindungsstelle mit einem Ventil so abgedichtet werden, dass kein Öl mehr nach aussen gelangen kann. Dies alles geschieht in 1500 Metern Tiefe. «Wir wissen, dass das eine Herausforderung ist», sagte BP-Manager Doug Suttles. Das Expertenteam des Ölkonzerns zeigte sich trotz allem zuversichtlich, dass die Leitung zur Wasseroberfläche am Freitagabend (Ortszeit) steht. Dann werde man in 24 Stunden wissen, ob die Sache funktioniert. Klappt alles, könnten etwa 85 Prozent des austretenden Öls abgesaugt werden. Der Rest träte weiterhin aus einer zweiten undichten Stelle aus, die nach dem Sinken der Ölplattform Deepwater Horizon am 22.April entstanden ist. Zu Unrecht bewilligt? BP arbeitet neben den kurzfristigen Massnahmen an einer Dauerlösung: Zurzeit wird ein Nebenzugang zum Hauptloch im Meeresboden gebohrt, durch den Mittel zum definitiven Verstopfen der Quelle eingeleitet werden sollen. So weit wird BP frühestens im August sein. US-Medienberichte setzen die frühere Bewilligungspraxis für Ölbohrungen im Meer in ein schiefes Licht. Die zuständige Behörde soll Genehmigungen ohne die vorgeschriebenen Umweltzulassungen erteilt haben. Dies gilt laut «New York Times» auch für eine Genehmigung der verunglückten Plattform Deepwater Horizon. Eine Sprecherin der kritisierten Behörde warf der Regierung des früheren Präsidenten George W. Bush vor, die Wissenschaft unter Druck gesetzt zu haben. Die Behörde wolle den Wissenschaftern nun mehr Einfluss geben. sda>

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