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Jugendverein fordert mehr Geld

Mit einer Petition mit 615 Unterschriften fordert der Jugendverein Solala mehr Geld von der Gemeinde für das Sommerlager.

Jährlich unterstützt die Gemeinde Murten den Jugendverein Solala mit 1000 Franken. Das sei zu wenig, finden die Leiter des Vereins. Bereits im Frühling haben Pascal Meier und Yannick Gaschen bei der zuständigen Gemeinderätin Ursula Schneider-Schüttel vorgesprochen. Ihre Forderungen: Der Verein soll von der Gemeinde einen höheren finanziellen Beitrag erhalten. Solala ist damals mit seinem Anliegen abgeblitzt. Die Gemeinde war nicht bereit, mehr Geld in den Jugendverein zu stecken. Ihre Begründung: Jeder Verein müsse gleich behandelt werden. «Notwendige Ergänzung» Mit diesem Entscheid gab sich der Jugendverein nicht zufrieden. Am Montagabend hat Solala dem Gemeinderat vor dem Rathaus eine Petition mit 615 Unterschriften übergeben. Der Verein mache «überdurchschnittlich viel» für die Murtner Jugend, heisst es in der Petition. Er sei eine «notwendige Ergänzung» zur öffentlichen Jugendarbeit in der Gemeinde Murten. «Wir sind sehr aktiv und brauchen deshalb eine höhere finanzielle Unterstützung», sagte Solala-Leiter Pascal Meier vor der Petitionsübergabe. Das gewünschte Geld möchte der Verein in seine Sommerlager für Schulkinder stecken. Derzeit bezahlt ein Teilnehmer 420 Franken. «Weil wir das Lagerhaus immer bereits vor Anmeldeschluss bezahlen müssen, tragen wir ein grosses finanzielles Risiko», sagte Meier. In der Regel müsse der Verein für das Lagerhaus etwa 14000 Franken bezahlen, dazu kämen Transport-, Verpflegungs- und Materialkosten. Petition wird geprüft Nun liegt der Ball bei der Gemeinde. Der Gemeinderat werde die Petition prüfen, sagte Ursula Schneider-Schüttel. «Im Vergleich zu anderen Sportvereinen, die Lager durchführen, kommt der Verein Solala nicht zu kurz», sagte sie vor der Petitionsübergabe. Meier seinerseits hofft auf mehr Geld. «Kosten von 420 Franken pro Teilnehmer für ein zweiwöchiges Lager sind am Limit», sagte er. Falls die Jugendlichen mehr für ein Lager bezahlen müssten, passe es bald nicht mehr ins Budget einer Familie. Hoher Stellenwert Die Gemeinde mache nicht zu wenig für die Jugend, sagt Gemeinderätin Ursula Schneider. Neben den Sportvereinen hätten die Kadettenmusik und der Kadettensport einen hohen Stellenwert. Ein zu 75 Prozent angestellter Jugendarbeiter betreue das Jugendhaus Tivoli und mache Strassenarbeit. In der Primarschule gibt es laut Schneider jeden Mittwochnachmittag ein Betreuungsangebot. Es töne in der Theorie gut, was Murten für seine Jugend mache, sagt Pascal Meier vom Verein Solala. «Doch in Murten nimmt man die aktive Jugendarbeit nicht wahr», kritisiert er. hs/hus >

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