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Jurassischer Notruf für Berner

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Bern hat

Die Geheimnistuerei um den künftigen Standort der Notrufzentrale 144 für den französischsprachigen Kantonsteil hat ein Ende. Nun liegen zwei vertrauliche kantonale Berichte vor. Darin steht, dass die bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) einer interjurassischen Zentrale mit Standort in Delémont Priorität einräumt. Eine zweisprachige, bernische Zentrale bewertet Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud (SP) als suboptimal. Die französischsprachige Bevölkerung Biels müsse zum jetzigen Zeitpunkt nicht berücksichtigt werden, heisst es im GEF-Bericht vom 27.April 2010. Jurassier sind federführend Biel wird damit vom Lösungsvorschlag ausgeschlossen. Die Anrufe der Bieler Romands würden wohl von einem deutschsprachigen Team in Bern beantwortet. Die Deutschschweizer im Berner Jura müssten sich wiederum in Französisch ausdrücken, und dies in höchstbelastenden, gar lebensgefährlichen Momenten. Die bernische Bildungsdirektion hat die Chance verpasst, ihre Ideen beizusteuern. Weil der Kanton Jura sie wahrgenommen hat, dominiert dessen Vorschlag das Konzept der interjurassischen Arbeitsgruppe. Diese Arbeitsgruppe ist alles andere als paritär: Sie besteht aus einer sechsköpfigen jurassischen Delegation und einer dreiköpfigen bernischen. Auch Präsidium und Sekretariat sind in jurassischer Hand. Zentrale in Delémont Die Arbeitsgruppe basiert ihr Notrufkonzept auf Vorarbeiten der Interjurassischen Versammlung (IJV). Von dieser ist Biel ausgeschlossen. Das aktuelle Notfallkonzept will die interjurassische Notrufzentrale im Gebäude der jurassischen Kantonspolizei in Delémont unterbringen. Die Zentrale soll Notrufe entgegennehmen und die Rettungsdienste für den Berner Jura und den Kanton Jura koordinieren. Jeannine Püntener >

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