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Justitia zieht fix nach Thun

thunDie Justizreform hinterlässt tiefe Spuren im Oberland. Die Gerichtsstandorte Interlaken, Wimmis und Saanen wurden auf Ende Jahr hin aufgelöst und in Thun zusammengefasst.

Justitia verlegt ihren Wohnsitz fix nach Thun. Das Regionalgericht Oberland, das die bisherigen Gerichtsstandorte Interlaken, Wimmis, Saanen und Thun vereinigt, befindet sich neu in der Selve in Thun. Rund 50 Personen sorgen von dort aus für Recht. «Der längere Weg ist ein Nachteil. Die Justiz ist teilweise doch sehr weit weg», sagt Thomas Hiltpold, der Vorsitzende der Geschäftsleitung des Regionalgerichts. Doch damit noch nicht genug der Neuerungen, die die Justizreform mit sich bringt. Unter dem gleichen Dach wie die Richterinnen und Richter verrichten künftig zudem die Staatsanwälte sowie die Angestellten der neu geschaffenen Schlichtungsbehörde ihren Dienst. Die Staatsanwälte übernehmen dabei auch die Rolle der Untersuchungsrichter. Sie leiten demnach die Untersuchung und vertreten den Fall später allenfalls vor Gericht. Dies soll die Verfahrensdauer verkürzen. Eine Entlastung für die Richter soll die Schlichtungsbehörde bringen. Alle zivilrechtlichen Streitigkeiten landen zuerst vor dieser Behörde. In einer formlosen Verhandlung, die keine grossen Kosten verursacht, wird nach einer gütlichen Lösung gesucht. Erst wenn der Versuch scheitert, kommt der Fall vor den Zivilrichter. «Ich hoffe, dass die Leute die neue Chance nutzen, um einem langen und teuren Gerichtsverfahren aus dem Weg zu gehen», sagt die Leiterin Caroline von Samson.ropSeite 2+3>

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