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Kampf den Kameras

ThunNicht alle sind einverstanden, dass in der Stadt an fünf Standorten Kameras installiert werden sollen: Beim Kanton gingen bis gestern zwei Beschwerden gegen

Einen organisierten Widerstand gegen die Pläne der Stadt, die Videoüberwachung einzuführen, gab es nicht: So sprach sich etwa keine der politischen Parteien in Thun öffentlich dagegen aus. Doch jetzt ist klar, dass die Umsetzung trotzdem nicht reibungslos über die Bühne geht: Am Samstag lief die Beschwerdefrist ab – bis gestern gingen bei der kantonalen Polizei- und Militärdirektion zwei Beschwerden ein. Zum genauen Inhalt und zu den Absendern der Beschwerden machte Jean François Jöhr von der Polizei- und Militärdirektion gegenüber dieser Zeitung keine Angaben. «Die Stadt wird nun zur Vernehmlassung eingeladen», zeigte Jöhr gestern das weitere Vorgehen auf. Dies werde in den nächsten Tagen geschehen. Sowohl die Stadt als auch die Beschwerdeführer würden vom Kanton angehört. Ohne sich auf einen genauen Zeitplan festzulegen, hielt Jean François Jöhr fest: «Wir hoffen, dass bald ein Entscheid gefällt werden kann.» Erwin Rohrbach, Leiter Abteilung Sicherheit der Stadt Thun, hatte im Januar gegenüber dieser Zeitung erklärt: «Ich rechne damit, dass die Kameras innerhalb von rund zwei bis drei Monaten installiert und in Betrieb genommen werden können, sobald die Videoüberwachung rechtskräftig ist.» Die Kameras zeichnen nur zu bestimmten, genau festgelegten Zeiten auf. Ausgewertet werden die Aufnahmen nur bei einem Vorfall. Inhalt noch unbekannt Der Thuner Polizeivorsteher Peter Siegenthaler weiss lediglich, dass bis jetzt zwei Beschwerden eingegangen sind. «Die Frist ist eben abgelaufen», sagte er gestern auf Anfrage. «Es ist also möglich, dass im Lauf der Woche noch weitere Beschwerden eingehen werden.» Die kantonale Polizeidirektion sammle die Eingaben und leite sie an die Stadt weiter. «Wenn es so weit ist, können wir sie studieren und dazu Stellung nehmen. Zurzeit haben wir weder Kenntnis von Inhalten noch wissen wir, wer die Beschwerdeführer sind.» An folgenden fünf Standorten, wo es in der Vergangenheit immer wieder zu Nachtruhestörungen, Vandalenakten, Drogenhandel und/oder Tätlichkeiten kam, sind mit einem vandalensicheren Gehäuse geschützte, nicht schwenkbare Überwachungskameras vorgesehen: Obere Hauptgasse: zwei Kameras im Bereich der Hausnummer 29. Betrieb: Donnerstag bis Sonntag, jeweils 22 bis 6 Uhr. Untere Hauptgasse: eine Kamera vor der Einmündung der Marktgasse Richtung Berntorplatz. Die Marktgasse selber wird – nach einer entsprechenden Intervention des Datenschutzbeauftragten – nicht überwacht. Betrieb: Donnerstag bis Sonntag, jeweils 22 bis 6 Uhr. Stauffergässchen: eine Kamera im Bereich des Spielplatzes. Betrieb: Donnerstag bis Sonntag, jeweils 22 bis 6 Uhr. Coop Kyburg: zwei Kameras im Bereich der Lauben vor dem Coop. Betrieb: täglich 8 bis 21 Uhr. Schorenfriedhof: eine Kamera beim Vorplatz der Abdankungshalle. Betrieb: Freitag und Samstag, jeweils 20 bis 24 Uhr. Michael Gurtner/mi>

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