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11 Millionen Franken für mobile Palliativdienste

Mobile Palliativdienste sind vermehrt gefragt. Nun soll im Kanton Bern ein entsprechender Pilotversuch starten, wie der Grosse Rat beschlossen hat.

Zu Hause gepflegt zu werden ist für viele Patienten wichtig.
Zu Hause gepflegt zu werden ist für viele Patienten wichtig.
iStock

Das Berner Kantonsparlament hat am Montag rund elf Millionen Franken für einen dreijährigen Modellversuch für mobile Palliativdienste gesprochen. Damit werden Forderungen aus dem Grossen Rat umgesetzt.

Das Parlament genehmigte den Kredit am Montag mit 138 Ja-Stimmen und einer Gegenstimme. Die Zustimmung war erwartet worden, nachdem sich die vorberatende Kommission bereits für den Modellversuch ausgesprochen hatte.

Dass mobile Palliativdienste vermehrt gefragt seien, liege auf der Hand, hielt die Kommission Mitte Februar fest. Sie verwies auf die demographische Entwicklung und die Zunahme der Zahl unheilbar kranker Patienten.

Die Teams setzen sich aus ärztlichen und pflegerischen Fachpersonen zusammen, die mit Fachleuten aus dem psychosozialen Bereich zusammenarbeiten. Sie werden hauptsächlich die Hausärzte und die Spitex-Dienste unterstützen und einen Beitrag an eine möglichst patientengerechte Betreuung leisten.

Als wichtig erachtete die Kommission, dass die Gesundheits- und Fürsorgedirektion den Modellversuch kritisch begleitet. So könne vermieden werden, dass künstliche Bedürfnisse geschaffen oder eine übermässige Bürokratie aufgebaut werde.

Von Bedeutung sei zudem die geplante Evaluation des Modellversuchs. Zu den Zielen gehöre ja auch, dass es künftig weniger Einweisungen in ein Akutspital gebe und frühere Spitalentlassungen möglich seien. Auf diese Weise liessen sich die Kosten senken. Dieser Argumentation folgte der bernische Grosse Rat am Montag auf breiter Linie.

SDA/flo

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