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Atomkraftbefürworter werfen Gegnern Realitätsferne vor

In Bern hat am Mittwoch das Komitee «Ja zu Mühleberg» seine Argumente für den Bau eines neuen Kernkraftwerks in Mühleberg vorgestellt. Ohne neues KKW drohe eine Stromlücke, sagt es und bezeichnet die Szenarien der Atomgegner als realitätsfremd.

Überparteiliches Komitee «Ja zu Mühleberg»: Norbert Hochreutener (CVP), Ursula Haller (BDP), Christa Markwalder (FDP) und Adrian Amstutz (SVP) werben für ein Ja bei der bevorstehenden Konsultativabstimmung.
Überparteiliches Komitee «Ja zu Mühleberg»: Norbert Hochreutener (CVP), Ursula Haller (BDP), Christa Markwalder (FDP) und Adrian Amstutz (SVP) werben für ein Ja bei der bevorstehenden Konsultativabstimmung.
Keystone

Kernkraftwerke sicherten heute 40 Prozent des Schweizer Strombedarfs, Solaranlagen und Windturbinen zusammen nur 0,1 Prozent. Mit letzteren den Anteil an Atomenergie zu ersetzen, sei «schlicht unvorstellbar», sagte SVP-Nationalrat Jean-Pierre Graber vor den Medien.

Wenn die Atomgegner Szenario 4 der bundesrätlichen Energiestrategie bemühten und behaupteten, die Stromlücke sei auch ohne Kernenergie zu füllen, blendeten sie die politische Umsetzbarkeit aus. Der Verzicht auf Kernenergie würde eine grundlegende Änderung des Lebensstils bedeuten, sagte FDP-Nationalrätin Christa Markwalder, oder er bedinge ein Ja zu klimaschädigenden Gaskraftwerken.

Wolle man die Energiemenge, welche heute in der Schweiz durch Kernkraftwerke produziert wird, mit einem Stausee gewinnen, bräuchte es nach den Berechnungen eines Ingenieurbüros bei Thun eine Staumauer von 315 Metern Höhe, sagte SVP-Nationalrat Adrian Amstutz. Um ihn zu füllen, wären 20 Jahre nötig.

Komitee besteht aus 140 Personen

Vor die Medien traten auch BDP-Nationalrätin Ursula Haller, CVP-Nationalrat Norbert Hochreutener und EDU-Nationalrat Andreas Brönnimann. Insgesamt besteht das Ende 2010 gegründete Komitee laut eigenen Angaben aus 140 Personen aus Politik und Wirtschaft sowie aus mehreren Organisationen und Parteien.

Das Co-Präsidium bilden sämtliche eidgenössischen Parlamentarierinnen und Parlamentarier von SVP, FDP, BDP, EDU und CVP. Das Bernervolk stimmt am 13. Februar über die Stellungnahme des Kantons Bern zum Rahmenbewilligungsgesuch für den Ersatz des KKW Mühleberg ab.

SDA/met

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