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Auf dem Land werden Tierärzte rar

Es ist wie bei den Hausärzten: In Landregionen fällt es den Nutztierärzten immer schwerer, Nachfolger für ihre Praxen zu finden. Der Veterinärdienst des Kantons Bern will jungen Tierärzten den Start erleichtern.

Andreas Wyss ist einer von vielen. Einer von vielen Tierärzten, die ihre Arbeit in einer Klein- und Nutztierarztpraxis aufgegeben haben. Heute arbeitet der 40-Jährige im Bundesamt für Veterinärwesen in Bern. Verleidet wäre ihm die Arbeit als Praktiker nicht. Aber er tat sich schwer mit den beiden älteren Partnern, mit denen er sich die Praxis in Interlaken teilte: Sie seien nicht bereit gewesen, mit umliegenden Praxen zusammenzuarbeiten. Doch als Sekretär des Vereins bernischer Tierärztinnen und Tierärzte weiss Wyss: «Die Zeiten des Einzelkämpfertums, als jeder den gesamten Notfalldienst selber machte, sind vorbei.» Die Zukunft gehöre den Gruppenpraxen und vermehrter Zusammenarbeit unter den Tierärzten. Das würde laut Wyss auch den Burn-out-Fällen entgegenwirken, die sich in den letzten Jahren gehäuft hätten. Doch noch sieht er sich mit einem «Generationenproblem» konfrontiert: Noch wehrten sich einige ältere Tierärzte gegen eine stärkere Zusammenarbeit, weil sie im Kollegen immer noch vorab die Konkurrenz sähen.

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