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Bauarbeiten am Jugendheim Prêles sind abgeschlossen

Drei Jahre nach deren Beginn sind am Freitag auf dem Tessenberg die Bauarbeiten am Jugendheim Prêles abgeschlossen worden.

Wurde erneuert und saniert: Das Jugendheim Prêles.
Wurde erneuert und saniert: Das Jugendheim Prêles.
Iris Andermatt

Das Heim für die Betreuung und Förderung schwieriger Jugendlicher ist für 37 Millionen Franken erneuert und erweitert worden.

Die Berner Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer und Heimdirektorin Ursula Muther setzten im Rahmen der Einweihungsfeier symbolisch einen Schlussstein in eine Trockenmauer, wie aus Medienunterlagen der kantonalen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion hervorgeht.

Eggers Direktion schreibt in der Mitteilung, das Heim biete nun beste Voraussetzungen, um seine Aufgaben zu erfüllen, und die «grösstmögliche Sicherheit für alle, die sich auf dem Areal bewegen.» Das Jugendheim Prêles ist das grösste Erziehungsheim für schulentlassene männliche Jugendliche in der Schweiz mit einem internen Beschäftigungs- und Ausbildungsangebot.

Es bot vor der Sanierung 62 jungen Männern Platz, heute deren 70, und beschäftigt mehr als 100 Personen. Die jungen Männer werden in acht verschiedenen Wohngruppen - geschlossene und offene - betreut. Fünfzehn Gebäude wurden saniert und modernisiert, drei Neubauten kamen dazu.

Die Wohn- und Arbeitsplätze sind nun klar getrennt, was jetzt auch für den öffentlichen und den geschlossenen Bereich des Heims oberhalb des Bielersees gilt.

Käser will kein «finanzgesteuertes Jugendstrafrecht»

An der Einweihungsfeier sprach auch der bernische Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser. Er betonte laut Redetext, das Heim erfülle nun die Ansprüche eines modernen Massnahmenvollzugs.

Die Fallzahlen in den Jugendanwaltschaften seien «offensichtlich» am Sinken, sagte Käser weiter. Es dürfe aber «unter keinen Umständen» sein, dass Behörden aus finanziellen Gründen auf die Einweisung von Jugendlichen mit Therapiebedarf in Institutionen wie das Jugendheim Prêles verzichteten. «Ein finanzgesteuertes Jugendstrafrecht wäre ein Armutszeugnis für die Schweiz.»

Bedürftige Jugendliche müssten gemäss ihren Defiziten gefördert und behandelt werden. Ziel sei, die jungen Leute wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

SDA/js

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