Berner Grüne neu von Imboden und Remund präsidiert

Die Grünen des Kantons Bern werden neu von einem Ko-Präsidium geführt: Natalie Imboden und Jan Remund heissen die neuen Chefs.

Die Delegierten der Grünen haben gestern ihr neues Präsidium gewählt. Zudem haben sie der Lancierung einer Initiative zugestimmt.

Die Delegierten der Grünen haben gestern ihr neues Präsidium gewählt. Zudem haben sie der Lancierung einer Initiative zugestimmt.

(Bild: Urs Baumann)

Die Berner Grossrätin Natalie Imboden und der Könizer Parlamentarier Jan Remund werden Anfang April die neue Ko-Präsidentin und der neue Ko-Präsident der Grünen des Kantons Bern. Die Delegierten haben sie am Dienstagabend zu den Nachfolgern von Blaise Kropf gewählt.

Die 44-jährige Gewerkschaftssekretärin Imboden und der 46-jährige Naturwissenschafter Remund waren an der Versammlung in Bern unbestritten. Eine Findungskommission und der Vorstand hatten sie vorgeschlagen. Blaise Kropf konnte nach Erreichen der maximalen Amtszeit von acht Jahren nicht mehr weitermachen.

Imboden sagte in einer Kurzrede, die Grünen müssten eine Politik «nahe bei den Menschen» machen. Remund sprach sich für die Fortsetzung der Landstrategie aus und sagte, die Grünen müssten ihre Ziele nicht gegen die Wirtschaft zu erreichen versuchen. Sie müssten klar machen, dass grüne Politik auch in deren Interesse sei.

«Prämien-Wiederherstellungsinitiative» beschlossen

Die Delegierten beschlossen auch, die Initiative «Ja zu den bewährten Prämienverbilligungen - Für Familien und Mittelstand» zu lancieren. Damit wollen die Grünen zusammen mit anderen Parteien und Organisationen die Prämienverbilligungen im Kanton Bern auf den Stand von Anfang 2013 zurückführen.

Also in die Zeit, bevor der bernische Grosse Rat im Rahmen des grossen ASP-Sparprogramms die Auszahlung von Krankenkassen-Prämienverbilligungen wesentlich einschränkte. Es geht nach Angaben der Grünen und ihrer Mitstreiter um 35 Millionen Franken und 86'000 Betroffene.

Kropf sagte vor den Delegierten, nebst dem bereits beschlossenen Referendum gegen den Beschluss des bernischen Grossen Rats vom Januar, die sogenannte Mindestbezugsquote aus dem Gesetz zu kippen, brauche es auch die Volksinitiative. Sie ändere nichts im Vergleich zu Anfang 2013.

«Deshalb verwenden wir auch den Ausdruck 'Wiederherstellungsinitiative' oder 'Reset-Initiative'», so Kropf.

jam/sda

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