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Bin mit dem Töff kurz weg in der Wildnis

Immer mehr und immer mehr ältere Schweizer, aber auch Schweizerinnen lieben die kleine Flucht auf dem Motorrad. Der Berner Psychologieprofessor Hansjörg Znoj kann diesen Trend deuten. Er hat ein Buch über die Lust am Töfffahren und das Wechselspiel Mensch - Maschine verfasst.

Bald geniessen sie wieder den Flow in den Kurven der Passstrassen: Motorradfahrer am Sustenpass, der nach der Winterpause Mitte Juni eröffnet wird.
Bald geniessen sie wieder den Flow in den Kurven der Passstrassen: Motorradfahrer am Sustenpass, der nach der Winterpause Mitte Juni eröffnet wird.
Keystone

Herr Znoj, die Motorradverkäufe stiegen 2011 in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um über 16 Prozent an. Worauf führen Sie das zurück?

Hansjörg Znoj: Es scheint tatsächlich einen Widerspruch zu geben zwischen dem gesellschaftlichen Anspruch, modern, sicher und dazu umweltfreundlich mobil zu sein, und der wachsenden Beliebtheit eines Verkehrsmittels, das den Ruf hat, gefährlich und laut zu sein, und dazu wenig umweltfreundlich ist. Hier setzt meine Fragestellung ein: Wie ist es psychologisch zu erklären, dass das Motorrad für viele so attraktiv ist, dass sie mehr oder weniger bewusst höhere Risiken eingehen? Welcher Art von Lustgewinn wird hier generiert?

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