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«ENSI-Entscheid ermöglicht BKW geordneten Ausstieg»

«Der ENSI-Entscheid bedeutet für die BKW vor allem, dass sie geordnet aus der Atomenergie aussteigen kann»: Dies sagt Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer zu den neusten Entwicklungen beim AKW Mühleberg.

Barbara Egger-Jenzer zeigt sich mit dem Entscheid der Ensi zufrieden.
Barbara Egger-Jenzer zeigt sich mit dem Entscheid der Ensi zufrieden.

Die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer sagte am Dienstag auf Anfrage auch, es sei sicher richtig, dass die BKW beschlossen habe, 2019 das Mühleberger Werk abzuschalten. Wenn nun aufgrund des ENSI-Entscheids dieser geordnete Ausstieg per 2019 möglich sei, sei das eine gute Nachricht für die bernische Bevölkerung.

Sie als Privatperson Barbara Egger glaube, dass das ENSI die BKW-Vorschläge sorgfältig geprüft habe.

Anders beurteilt Eggers Partei die neuste Situation: Das ENSI nehme die BKW nicht in die Pflicht; es verschliesse die Augen vor dem Sicherheitsmängeln des AKW Mühleberg, schreibt die SP des Kantons Bern in einer Mitteilung.

Ebenfalls nicht erfreut sind die Grünen des Kantons Bern: Sie verbreiteten am Dienstag eine Stellungnahme der Co-Präsidentin der Grünen Schweiz, Regula Rytz. Das ENSI gehe vor der BKW in die Knie, findet die Berner Nationalrätin. Es sei «unverantwortlich», das AKW Mühleberg «mit billigen und ungenügenden Nachrüstungen» weiter zu betreiben.

«ENSI vernebelt unbekannte Risiken» schreibt «Fokus Anti-Atom» . Es könne nicht sein, dass das ENSI Forderungen, die es früher gestellt habe, nun nicht mehr formuliere. Die verkürzte Rest-Betriebsdauer des AKW Mühleberg rechtfertige ein solches Vorgehen nicht.

Atomkraftgegner führten am Dienstagnachmittag vor dem Hauptsitz der BKW eine kurze Aktion durch. Auf einem Stück Tuch führten sie Nachrüstversprechen der BKW fürs AKW Mühleberg auf und strichen mit einem Filzstift eins nach dem anderen durch.

SDA/mas

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