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Flüchtlingsunterkünfte: Käser kritisiert Gebäudeversicherung

Der bernische Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser kritisiert die Gebäudeversicherung Bern (GVB).

Hans-Jürg Käser wirft der Gebäudeversicherung Bern vor, dass sie mit Forderungen nach Brandmeldeanlagen die Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge bremse.
Hans-Jürg Käser wirft der Gebäudeversicherung Bern vor, dass sie mit Forderungen nach Brandmeldeanlagen die Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge bremse.

Hans-Jürg Käser, der bernische Polizei- und Militärdirektor, kritisiert die Gebäudeversicherung Bern (GVB). Diese bremse mit Forderungen nach Brandmeldeanlagen in Zivilschutzanlagen die Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge.

Wenn in diesen Zivilschutzanlagen Soldaten übernachteten, sei das kein Problem, sagte Käser am Freitagabend in einem kurzen Interview mit dem Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Radio und Fernsehen SRF.

Wenn hingegen Flüchtlinge dort untergebracht werden sollten, interveniere hingegen die GVB. Wenn aber solche Anlagen installiert werden müssten, werde dies sofort teuer und der Prozess verzögere sich. «Die Zusammenarbeit mit der Gebäudeversicherung ist sehr schwierig und hinderlich.»

Theo Bühlmann, Geschäftsleitungsmitglied der GVB, wies die Kritik zurück. Flüchtlinge würden gleich behandelt wie andere Zivilisten, etwa in Kinderheimen und Hotels. Die Gebäudeversicherung arbeite mit der für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständigen Direktion von Käser zusammen.

Zwei Brandexperten schauten zusammen mit der Kantonsverwaltung die von ihr ins Auge gefassten Flüchtlingsunterkünfte an. Es gehe um die Anwendung schweizweit geltender Richtlinien.

Berner Pfadiheim wird Asylunterkunft

Käser sagte auch, seine Direktion sei weiter mit zahlreichen Gemeinden im Gespräch, um neue Unterkünfte zu finden. Der Kanton wolle auch wieder eine strategische Unterkunftsreserve schaffen. Gegen 30 Objekte würden geprüft. Im Oberaargau sei etwa ein Standort mit 50 bis 150 Plätzen in Abklärung.

Auch in Grindelwald werde ein Ferienheim mit 60 Plätzen als Asylunterkunft genutzt und «wir sind daran, ein Pfadiheim in der Stadt Bern in Betrieb zu nehmen mit 60 Plätzen», so Käser.

Zu den als Übergangslösung aufgestellten Zelten vor der Asyl-Kollektivunterkunft Kappelen-Lyss sagte Käser, diese seien zumutbar, aber sicher keine Zukunftslösung. Derzeit sei der Kanton daran zu prüfen, wie es mit diesen Zelten weitergehe - eventuell an einem anderen Ort.

Vor der Inbetriebnahme der geheizten Zelte sagten Kantonsvertreter vor den Medien, die Armeezelte stünden drei Monate lang, also bis Mitte Dezember, im Einsatz.

SDA/cla

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