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Freidenker drängen auf Trennung von Staat und Kirche

Staat und Kirche sollen im Kanton Bern strukturell und finanziell strikt getrennt werden. Das fordern die Freidenkenden Region Bern.

Die Pauluskirche im Berner Länggasse-Quartier.
Die Pauluskirche im Berner Länggasse-Quartier.
Urs Baumann

Die Freidenkenden Region Bern (FRB) haben beim Meinungsforschungsinstitut gfs.bern eine Umfrage in Auftrag gegeben. Die Resultate befeuern die Forderung der Gruppierung, Staat und Kirche im Kanton Bern strikt zu trennen.

Nur 7 Prozent der Befragten gaben an, eine soziale Dienstleistung der Kirchen zu nutzen. Konzerte und Vorträge stossen zwar auf eine gewisse Resonanz, ebenso Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Alle anderen Angebote aber werden kaum genutzt. Befragt wurden 1011 Stimmberechtigte aus dem Kanton Bern.

Die Freidenker präsentierten die Ergebnisse am Donnerstag vor den Medien. «Obwohl der Kanton in allen Bereichen sparen muss, bevorzugt er die Landeskirchen und unterstützt sie mit finanziellen Mitteln», erklärte Jorge Ananiadis, Co-Präsident der Freidenkenden Region Bern.

Landeskirche sollen unabhängig sein

Der Staat folge blind den Forderungen der Landeskirchen. Diese machten geltend, sie leisteten wichtige soziale Aufgaben für die Gesellschaft. Doch die Umfrageergebnisse sprächen eine andere Sprache. Die Landeskirchen sollten ihre Angebote daher grundsätzlich aus eigenen Mitteln finanzieren.

Der Zeitpunkt, den die Freidenker für die Publikation der Umfrage wählten, kommt nicht von ungefähr: Am Freitag wird der Kanton Bern das neue Landeskirchengesetz in die Vernehmlassung schicken.

Er will das Verhältnis von Kirche und Staat lockern. Von einer konsequenten Trennung wollte die Politik bislang aber nichts wissen. In diesem Fall müsste der Kanton den Kirchen wohl Milliarden für die Kirchengüter zahlen, die er im Jahr 1804 eingezogen hatte.

SDA

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