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«Hosenlupf» um Beiträge ans Eidgenössische Schwingfest

Das Berner Kantonsparlament hat am Mittwoch Beiträge in der Höhe von je rund 1,6 Millionen Franken ans Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf und ans Eidgenössische Turnfest in Biel gesprochen.

Roland Näf betonte, der Kanton sei auf jeden Franken angewiesen.
Roland Näf betonte, der Kanton sei auf jeden Franken angewiesen.
Keystone

Die beiden grossen Feste bekommen einen Beitrag von je einer Million Franken aus dem Lotteriefonds. Soweit war die Vorlage unbestritten. Zu reden gab hingegen ein Kostenerlass für den Einsatz der Kantonspolizei und den Einsatz des Zivilschutzes sowie die Nutzung von Sporthallen von je rund 600'000 Franken.

Die Finanzkommission forderte nämlich, dass die Organisatoren der Feste aus einem allfälligen Gewinn die erlassenen Sicherheitskosten zurückzahlen sollten. Zahlreiche Grossrätinnen und Grossräte stiegen daraufhin in den Ring.

Der Kanton Bern sei in seiner jetzigen Finanzlage auf jeden einzelnen Franken angewiesen, betonte Roland Näf (SP). Natalie Imboden (Grüne) verwies auf die Spardebatte im kommenden November. Dann werde der Kanton 450 Millionen Franken sparen müssen.

Der Kanton Bern würde als sehr kleinkrämerisch dastehen, wenn er nun Geld zurückfordern wollte, konterte Adrian Kneubühler von der FDP.

Elisabeth Zäch, Stadtpräsidentin des Austragungsortes Burgdorf und SP-Grossrätin, legte sich nach Kräften fürs Schwingfest ins Zeug. Nun habe man lange auf das Fest hingearbeitet und kurz vor dem Ziel wolle der Kanton nun «schmürzelen». Es könne doch nicht angehen, dass Mitten im Spiel die Regeln geändert würden.

Der Antrag der Finanzkommission sei schlicht nichts wert, gab Patrick Bhend (SP) zu bedenken. Er traue den Organisatoren nämlich schon so viel Bauernschläue zu, dass sie die Schlussrechnung so zu präsentieren wüssten, dass auf jeden Fall kein Gewinn anfalle.

Der Rat verwarf schliesslich die Idee der Finanzkommission klar und sprach die Beiträge wie vom Regierungsrat vorgeschlagen.

SDA/dln

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