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Jäger schiessen auch auf Hauskatzen

Jäger haben nicht nur Hirsche, Rehe und Gämsen im Visier: Sie müssen ihre Flinte oft auch auf verwilderte Hauskatzen richten. Sie zu erkennen, ist auf der Pirsch eine grosse Herausforderung.

Da setzen die Herzen der Stubentigerfans einen Schlag lang aus: In der Schweiz dürfen Jäger Hauskatzen abschiessen. Dieses Thema sorgt immer wieder für emotionsgeladene Debatten. Der Schweizer Tierschutz zum Beispiel hat den Bundesrat kürzlich als «unwissend» beschimpft, weil dieser die Katzenjagd nicht verbieten will.

Für die Jäger gehört die «verwilderte Hauskatze» zur Gefahrenkarte: Die Tiere streunen durch die Wälder, vermehren sich sehr schnell, jagen Vögel und junge Hasen. Doch bis ein Jäger den Schuss abfeuern darf, muss er sich durch das Verhalten des Tiers versichern können, dass die Katze tatsächlich verwildert ist: «Es ist für die Jäger eine grosse Herausforderung, wilde Katzen zu erkennen», sagt Rolf Schneeberger vom kantonalen Jagdinspektorat. Er selber ist ein grosser Katzenliebhaber. «Würde unsere versehentlich abgeschossen, wäre das ein riesiges Drama für die Familie.» Eine offizielle Fehlerstatistik ist nicht erhältlich.

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