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Kanton darf Gemeinden bei Ferienbetreuung unterstützen

Organisiert eine Berner Gemeinde eine Ferienbetreuung für Schulkinder, so kann der Kanton dies künftig finanziell unterstützen.

Der Kanton Bern kann künftig Ferienbetreuungsprogramme, die von den Gemeinden organisiert werden, finanziell unterstützen. Durch die neue Regelung würden für den Kanton jährliche Kosten zwischen 400'000 und 1,4 Millionen Franken entstehen.
Der Kanton Bern kann künftig Ferienbetreuungsprogramme, die von den Gemeinden organisiert werden, finanziell unterstützen. Durch die neue Regelung würden für den Kanton jährliche Kosten zwischen 400'000 und 1,4 Millionen Franken entstehen.
Keystone

Der Kanton Bern kann künftig die Gemeinden bei der Ferienbetreuung von Schulkindern finanziell unterstützen. Das hat der Grosse Rat am Donnerstag beschlossen. Er genehmigte eine entsprechende Änderung im Volksschulgesetz.

Allerdings fliesst vorderhand kein Geld. Denn die Revision schafft lediglich die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung – verpflichtet dazu ist der Kanton nicht. Eine Mitfinanzierung soll erst dann eingeführt werden, wenn die finanzielle Lage des Kantons dafür genügend Spielraum bietet.

Zu viel für die SVP

Dem Kanton würden durch die neue Regelung jährliche Kosten zwischen 400'000 und 1,4 Millionen Franken entstehen. Zu viel für SVP und EDU: Kaum habe man das letzte Sparpaket geschnürt, wolle man schon wieder neue Ausgaben beschliessen. Sowieso sei die Kinderbetreuung in erster Linie Sache der Eltern.

Die ausserschulische Kinderbetreuung sei wichtig für die Gleichstellung, aber auch zur Behebung des Fachkräftemangels und für das Wirtschaftswachstum, entgegnete Erziehungsdirektor Bernhard Pulver. Die vorliegende Lösung sei «pragmatisch und auf Bern ausgerichtet».

Den Gemeinden sei freigestellt, ein Ferienangebot auf die Beine zu stellen. Klar sei, dass es nicht einfach um Kinderbetreuung auf Kosten der Steuerzahler gehe. Denn die Eltern müssten sich in jedem Fall an den Kosten beteiligen.

SDA/tag

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