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Kanton will Kindesschutz nun flächendeckend aufziehen

Nach Einsätzen der Polizei oder Behörden in Fällen von häuslicher Gewalt sollten auch die Kinder unterstützt werden. Das hat ein Pilotprojekt gezeigt, das zwischen Mai 2011 und April 2013 im Kanton Bern durchgeführt wurde.

Bei häuslicher Gewalt sind oft auf Kinder die Leidtragenden.
Bei häuslicher Gewalt sind oft auf Kinder die Leidtragenden.
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Nach Einsätzen der Polizei oder Behörden in Fällen von häuslicher Gewalt sollten auch die Kinder unterstützt werden. Das hat ein Pilotprojekt gezeigt, das zwischen Mai 2011 und April 2013 im Kanton Bern durchgeführt wurde und nun abgeschlossen ist.

Die Evaluation, also die Auswertung des Pilotprojekts, hat gezeigt, dass bei mehr als der Hälfte der Einsätze von Polizisten in Fällen von häuslicher Gewalt Kinder zu Hause Gewalttaten miterlebten. Das geht aus einer am Donnerstag vom Regierungsrat veröffentlichten Medienmitteilung hervor.

Der Fachbeirat des Pilotprojekts hat nun unter anderem empfohlen, bei Einsätzen der Polizei oder Behörden gegen häusliche Gewalt die Nachfrage nach Kindern zu standardisieren.

Das Pilotprojekt habe einen wichtigen Beitrag zur Sicherung einer spezifischen Beratung von Kindern und ihren Eltern geleistet, heisst es im Schlussbericht des Projekts. Allerdings bestehe weiter Handlungsbedarf.

Zusätzliche Ressourcen nötig

Damit die geschaffenen Grundlagen genutzt werden könnten, brauche es zusätzliche Ressourcen. Nur so könne der Fokus auf die mitbetroffenen Kinder in den involvierten Stellen aufrecht erhalten und ausgebaut werden.

Der bernische Regierungsrat hat nun den Schlussbericht des Pilotprojekts zur Kenntnis genommen und entschieden, dass das Projekt auf den gesamten Kanton Bern ausgeweitet werden soll. Das Pilotprojekt hatte sich auf die Regionen Bern, Biel, Burgdorf, Langenthal, Thun und Interlaken beschränkt.

Die Berner Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt soll nun die Empfehlungen aus dem Schlussbericht weiterentwickeln und die Umsetzung vorbereiten. Spätestens im Frühling 2015 will der Regierungsrat über das weitere Vorgehen befinden.

SDA/js

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