Kanton wird Schülertransporte weiterhin mitfinanzieren

Viele Berner Gemeinden können aufatmen. Der Kanton beteiligt sich auch künftig finanziell an den Schülertransporten.

Aufatmen auch in Diemtigen: Schulleiterin Simone Wampfler (Mitte) und Gemeindepräsident Martin Wiedmer (rechts) begleiten ein Schulbus-Tour.

Aufatmen auch in Diemtigen: Schulleiterin Simone Wampfler (Mitte) und Gemeindepräsident Martin Wiedmer (rechts) begleiten ein Schulbus-Tour.

Die Berner Gemeinden erhalten vom Kanton Bern auch künftig Beiträge an die Kosten für die Schülertransporte. Der bernische Grosse Rat hat beschlossen, dass der Kanton Bern in diesem Bereich nicht sparen darf.

Ganz deutlich stimmte das Berner Kantonsparlament am Montag bei der Beratung des Entlastungspakets 2018 dem Antrag der Mehrheit der grossrätlichen Finanzkommission (Fiko) zu, auf diesen Sparvorschlag der Berner Regierung zu verzichten. Der Entscheid fiel mit 128 zu 9 Stimmen bei acht Enthaltungen.

Die Fiko hatte unter anderem argumentiert, wenn sich der Kanton Bern vollständig aus dieser Aufgabe zurückziehe, verletze er die gesetzlich verankerten Grundsätze der Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden.

Der Kanton Bern übernimmt heute zwischen 30 und 50 Prozent der Schülertransportkosten. Wäre der Grosse Rat dem Antrag der Regierung gefolgt, hätte der Kanton Bern ab 2019 Kosten von 4,2 Millionen Franken pro Jahr eingespart.

Sparen bei Lektionenzahl und Integration

Bei anderen von der Regierung vorgeschlagenen Sparmassnahmen im Bildungsbereich folgte der Grosse Rat am Montag hingegen der Kantonsexekutive. So wird der Kanton Bern nun etwa darauf verzichten, im Rahmen der Einführung des Lehrplans 21 zu Gunsten von abteilungsweisem Unterricht auf Sekundarstufe I die Lektionenzahl um zwei Einheiten zu erhöhen.

Auch wird der Lektionenpool für Integration und besondere Massnahmen weniger stark erhöht als ursprünglich vorgesehen war. Diese Entscheide traf der Grosse Rat unmittelbar vor der Mittagspause. Nach dieser Pause berät er die Kantonsbeiträge an die Gartenbauschulen Oeschberg und Hünibach.

tag/sda

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