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Kantonale Finanzdirektion sperrt den Zugriff auf Facebook

Die Angestellten der kantonalen Finanzdirektion haben seit Anfang Jahr keinen Zugriff mehr auf die Internet-Kontaktseite Facebook. Vorsteherin Beatrice Simon setzt damit einen parlamentarischen Auftrag des Grossen Rats früher um als andere Direktionen.

Facebook gesperrt: Das Personal der Berner Finanzdirektion hat keinen Zugriff mehr auf «Social Networks and Personal Sites».
Facebook gesperrt: Das Personal der Berner Finanzdirektion hat keinen Zugriff mehr auf «Social Networks and Personal Sites».
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Nicht mehr zugänglich sind in der Direktion der BDP- Regierungsrätin auch mit Facebook vergleichbare Seiten sowie die Seiten tilllate.ch, parship.ch und swissflirt.ch, wie die Kantonsverwaltung am Montag mitteilte. tilllate.ch berichtet über Veranstaltungen, parship.ch vermittelt Partnerschaften.

Der bernische Grosse Rat beauftragte die Kantonsregierung im vergangenen September, den Internetzugriff aller Kantonsangestellten auf Facebook und andere vergleichbare Webseiten zu sperren. Dies «noch vor Ende der laufenden Legislatur», also bis Ende 2014.

Sie habe die Seiten in ihrer Direktion schon jetzt sperren lassen, weil sie die vom Grossen Rat überwiesene Motion sehr ernst nehme, sagte Simon am Montag am Rand einer Medienkonferenz der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage. Zudem habe der Regierungsrat in diesem Bereich den Direktionen Autonomie gegeben.

Auch die Angestellten der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion hätten keinen Zugang mehr zu den fraglichen Seiten, so Simon weiter.

Gesamtregierung will mehr Erfahrungen sammeln

Wie es in den anderen Direktionen weitergeht, entscheidet die Kantonsregierung laut der Mitteilung im Verlauf dieses Jahres. Simon sagt dazu, der Regierungsrat wolle noch weitere Erfahrungen sammeln und schauen, was andere Kantone tun.

Schon bisher für Kantonsangestellte unzugänglich sind laut der Mitteilung Seiten in den Bereichen Pornographie, Gewalt, Rassismus und die Seite partyguide.ch.

Autor des parlamentarischen Vorstosses für die Sperrung von Internetseiten wie Facebook in der Kantonsverwaltung ist der Stettler BDP-Grossrat Lorenz Hess, also ein Parteikollege von Simon.

Vier Prozent der Nutzung

In der Antwort auf Hess' Vorstoss schrieb die Kantonsregierung im vergangenen Herbst, rund vier Prozent des gesamten Datenverkehrs entfielen in der Kantonsverwaltung auf die Nutzung von Facebook. Das auf weitere soziale Internet-Netze entfallende Datenvolumen sei «vernachlässigbar gering».

In der Bundesverwaltung ist der Zugriff auf Facebook seit Herbst 2009 gesperrt. Als Grund dafür gab damals der zuständige Bundesrat Hans-Rudolf Merz Netzüberlastung an.

SDA/js

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