Zum Hauptinhalt springen

Kein Pflichtfach «Bärndütsch»

Hochdeutsch vor Berndeutsch: Der Regierungsrat will kein Pflichtfach Schweizerdeutsch an französischsprachigen Berner Schulen.

Das Erlernen von Schweizerdeutsch ist für französischsprachige Schülerinnen und Schüler weiterhin freiwillig.
Das Erlernen von Schweizerdeutsch ist für französischsprachige Schülerinnen und Schüler weiterhin freiwillig.
iStock

An den französischsprachigen Schulen des Kantons Bern soll kein Pflichtfach Schweizerdeutsch eingeführt werden. Der Regierungsrat lehnt eine entsprechende Forderung aus SP-Reihen ab.

Gute «Bärndütsch»-Kenntnisse seien grundlegend, um im Kanton Bern beziehungsweise in der Deutschschweiz eine Stelle zu finden, machen die Motionäre geltend. Heutzutage zögen viele Französischsprachige in jungen Jahren aus dem Kanton Bern weg, weil die Sprache ein zu grosses Hindernis darstelle.

Doch der Regierungsrat will nichts von einem Schweizerdeutsch-Obligatorium wissen, wie er in der am Montag publizierten Antwort deutlich macht. Priorität habe das Erlernen von Hochdeutsch, denn das ermögliche die Kommunikation in einem wesentlich grösseren Sprachraum.

Ein Pflichtfach Schweizerdeutsch dürfte auf keinen Fall auf Kosten des Deutschunterrichts gehen, sondern müsste zusätzlich auf die Lektionentafel gesetzt werden. Das aber hätte bedeutende Mehrkosten zur Folge.

Die Motion verfolge grundsätzlich «ein löbliches Ziel», räumt der Regierungsrat ein. Er will aber am bestehenden System festhalten: Schon heute könnten französischsprachige Schulen einen fakultativen Mundart-Kurs anbieten, wenn sich genügend Schüler dafür interessierten.

SDA/flo

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch