Mein Name ist... Siebenschläfer

In der Rubrik «Mein Name ist ...» stellen wir jeden Tag ein Tier vor, das in oder an der Aare lebt.

Ein Siebenschläfer.

Ein Siebenschläfer.

(Bild: iStock)

Sheila Matti

Gääähn. Ist es etwa schon Abend? Eigentlich schlafe ich ja den ganzen Tag – daher auch mein Name, Sieben­schläfer. Aber für euch stehe ich ausnahmsweise einmal früher auf. Hoffentlich bin ich dann später noch genug fit, um Futter für den Winter zu sammeln. Das ist nämlich meine Hauptaufgabe: In der Zeit, in der ich etwas wacher bin, setze ich alles daran, meinen Schlafplatz für die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

Am liebsten wohne ich auf einem Baum, irgendwo in einem Astloch zum Beispiel, oder aber ich grabe mich in den Boden ein. Mich gibt es praktisch überall in der Schweiz – also auch entlang der Aare. Vogel­nistkästen finde ich übrigens besonders bequem. Mit meiner Länge von bis zu 30 Zentimetern, von Schwanz- bis Nasenspitze, passe ich da gut rein. Ausserdem gibt es dort meist auch noch ein paar Vogeleier als Snack obendrauf – lecker!

Wenn ich nicht gerade schlafe, verbringe ich die Zeit mit dem Sammeln von Moos und Blättern, um mein Bett schön gemütlich zu machen. Auch Futter gilt es anzuschaffen: Früchte, Nüsse, Knospen – eigentlich schmeckt mir vieles.

Hauptsache ist, dass es genug für alle gibt. Meinen Winterschlaf halte ich nämlich nicht allein, sondern vorzugsweise in einer Gruppe. So bleibt es schön kuschlig warm, auch wenn ich meine eigene Körpertemperatur im Winter auf etwa fünf Grad hinunterschraube.

Mein Herz schlägt dann nur noch 5- statt 300-mal pro Minute. Und als Decke nehme ich einfach meinen buschigen Schwanz. So lässt es sich von September bis Mai durchschlafen. Einfach herrlich!

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