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BLS-Werkstätte soll weniger Platz brauchen als geplant

Die neue BLS-Werk­stätte braucht weniger Platz als ursprünglich geplant. Auf dieser neuen Grundlage beauftragt die BLS fünf Planerteams, das Projekt zu konkretisieren – und erhöht damit ein weiteres Mal den Druck auf Chliforst.

Im Chliforst Nord bei Bern soll die neue BLS-Werkstatt gebaut werden. Wegen der Grössenordnung des Projektes braucht es ein Sachplanverfahren des Bundes.
Im Chliforst Nord bei Bern soll die neue BLS-Werkstatt gebaut werden. Wegen der Grössenordnung des Projektes braucht es ein Sachplanverfahren des Bundes.
Google Streetview
Standort Chliforst Nord an der Bahnlinie zwischen den Bahnstationen Riedbach und Rosshäusern.
Standort Chliforst Nord an der Bahnlinie zwischen den Bahnstationen Riedbach und Rosshäusern.
BLS-Begleitgruppe
Thun Nord hatte die BLS als möglichen Standort für eine neue Werkstätte auserkoren. Die Stadt Thun lehnte ab. (Archivbild, 2012)
Thun Nord hatte die BLS als möglichen Standort für eine neue Werkstätte auserkoren. Die Stadt Thun lehnte ab. (Archivbild, 2012)
Markus Hubacher
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Schritt für Schritt geht die Planung für die neue BLS-Werk­stätte vorwärts. Und mit jedem Schritt festigt sich der Eindruck, dass die BLS gewillt ist, Fakten zu schaffen, die den Standort Chliforst-Nord am Ende als alternativlos erscheinen lassen sollen.

Jüngstes Indiz ist die Mitteilung von gestern, wonach fünf Planerteams bis Ende Jahr je ein Projekt für den Bau der neuen Werkstatt erarbeiten. Konkret sollen die interdisziplinären Teams «unter Berücksichtigung von Kriterien wie der Wirtschaftlichkeit, der landwirtschaftlichen Einbettung oder der Minimierung der negativen Auswirkungen auf die Umwelt» Lösungen für den Standort Chliforst-Nord entwickeln – und dies, obwohl der Bund im laufenden Sachplanverfahren mit Niederbottigen auch noch einen zweiten Standort im Westen Berns prüft.

Als Grundlage für die Planer dienen die Vorbereitungsarbeiten der BLS, in deren Rahmen das Projekt in den letzten Monaten optimiert worden sei: Die Halle werde länger, aber schmaler als ursprünglich geplant, und sie ­verbrauche statt einer Fläche von 15 eine von rund 13 Hektaren. ­Zudem müsse die Rosshäusernstrasse «nicht wie ursprünglich angedacht verschoben werden».

Laut der BLS könne die neue Werkstätte bis 2025 realisiert werden, wenn die Planung trotz hängigen Verfahrens vorangetrieben werde. Ab dann fehlten ihr die Werkstattkapazitäten, um den Betrieb der S-Bahn Bern gewährleisten zu können. Für den Standort Chliforst hatte sich bereits die Begleitgruppe Werkstätten BLS ausgesprochen. Vor einer Woche schloss sich der Berner Regierungsrat dieser Haltung an.

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