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Nur zwei Landspitäler können auf Subventionen hoffen

In der Debatte um zusätzliche Kantonsgelder für Landspitäler gab es am Donnerstag eine Klärung: Nur die Standorte Frutigen und Zweisimmen sollen als «versorgungsnotwendig» gelten. Das führte im Grossen Rat zu bösen Worten.

Dämpfte die Oberländer Freude: Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud sagte, auch die Spitäler Frutigen und Zweisimmen  müssten sämtliche Kriterien erfüllen, um weiterbetrieben zu werden.
Dämpfte die Oberländer Freude: Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud sagte, auch die Spitäler Frutigen und Zweisimmen müssten sämtliche Kriterien erfüllen, um weiterbetrieben zu werden.
Stefan Anderegg
In der Debatte: Kommissionspräsidentin Barbara Mühlheim (GLP) im Gespräch mit Regierungsrat Philippe Perrenoud.
In der Debatte: Kommissionspräsidentin Barbara Mühlheim (GLP) im Gespräch mit Regierungsrat Philippe Perrenoud.
Stefan Anderegg
...sowie das Spital Zweisimmen, dem die Schliessung drohte.
...sowie das Spital Zweisimmen, dem die Schliessung drohte.
Markus Hubacher
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Ueli Augstburger sah die Niederlage kommen. Erzürnt schimpfte der SVP-Grossrat aus Gerzensee, einmal mehr sei es gelungen, die Landspitäler gegeneinander auszuspielen. «Wie man unseren Oberländer Kollegen Versprechungen gemacht und ihnen den Speck durch den Mund gezogen hat, ist keine feine Art.»

Der Grund für den Ärger: Ursprünglich kämpften Grossräte aus mehreren Regionen – auch aus dem Oberland – dafür, dass der Kanton den Landspitälern zwingend zusätzliche Subventionen bezahlen muss, wenn sie versorgungsnotwendige Leistungen nicht kostendeckend erbringen können (wir berichteten). Gestern fand die entscheidende Debatte über das Spitalversorgungsgesetz statt. Kurz vorher zogen sich jedoch die Oberländer Mitstreiter rund um Thomas Knutti (SVP, Weissenburg) zurück. Ihr Motiv ist klar: In den letzten Tagen ist durchgesickert, dass der Regierungsrat die zwei letzten Oberländer Landspitäler Frutigen und Zweisimmen demnächst offiziell als «versorgungsnotwendig» deklarieren wird. In der Debatte hat Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud (SP) dies offiziell bestätigt. Damit sind Frutigen, das zum Spital Interlaken gehört, und Zweisimmen, das zum Spital Thun gehört, de facto «gerettet». Das war im Fall Zweisimmen dringend nötig, während in Frutigen keine Schliessung droht.

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