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Pflanzenschutzmittel im Grundwasser - Kanton Bern klärt ab

Der Kanton Bern hat erstmals Spuren des Pflanzenschutzmittels Chloridazon in Trinkwasserproben nachgewiesen. Kantonschemiker Otmar Deflorin bestätigte am Donnerstag entsprechende Angaben des Wasserverbunds Seeland (WVS).

Keine Gefahr: Das Pflanzenschutzmittel Chloridazon verseucht das Trinkwasser nicht.
Keine Gefahr: Das Pflanzenschutzmittel Chloridazon verseucht das Trinkwasser nicht.
Andreas Blatter

Das Trinkwasser könne trotzdem bedenkenlos konsumiert werden, betonte der WVS in einem Communiqué. Gemeinsam mit dem Kanton suche man aber nach Lösungen, um qualitative Verbesserungen zu erzielen.

Chloridazon ist gesetzlich zugelassen und wird seit Jahrzehnten im Ackerbau eingesetzt. Dank neuartiger Messverfahren konnte es nun erstmals nachgewiesen werden - im Anbaugebiet von Zuckerrüben, unter anderem in der Region Aarberg.

Kantonschemiker Deflorin sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, man habe Spuren des Pflanzenschutzmittels bei Proben in diesem Sommer entdeckt. 8 von 28 Trinkwasserproben zeigten demnach Gehalte an Desphenyl-Chloridazon von bis zu 0,5 Mikrogramm pro Liter.

Weitere Messungen im ganzen Kantonsgebiet seien nun im Gang. Nähere Informationen werde es später geben.

Die bislang gemessenen Gehalte würden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) als gesundheitlich unbedenklich eingestuft, betonte der Wasserverbund Seeland. Der in Deutschland geltende Höchstwert bei langfristiger Belastung liege bei 10 Mikrogramm pro Liter. In der Schweiz wurde bislang kein solcher Grenzwert festgelegt.

«Ziel muss es sein, das Grundwasser so zu schützen, dass weiterhin bedenkenlos und ohne aufwändige Aufbereitungsverfahren Trinkwasser gewonnen werden kann», erkärte Albrecht Rychen, Präsident des Wasserverbunds Seeland.

SDA/mau

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