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Pläne für die Zukunft des Spitals Moutier durchgesickert

Das Westschweizer Fernsehen RTS berichtet, dass sich das Spital Moutier künftig auf den Bereich Psychiatrie konzentrieren will. Die Berner Kantonsregierung kritisiert die Veröffentlichung der vertraulichen Dokumente.

Die Pläne für das Spital Moutier sind durchgesickert: Das Westschweizer Fernsehen berichtete am Freitag, dass sich das Spital künftig auf den Bereich Psychiatrie konzentrieren wird.
Die Pläne für das Spital Moutier sind durchgesickert: Das Westschweizer Fernsehen berichtete am Freitag, dass sich das Spital künftig auf den Bereich Psychiatrie konzentrieren wird.
Adrian Moser

Wie es mit dem Spital Moutier weitergehen könnte, ist am Freitag durchgesickert. Das Westschweizer Fernsehen RTS berichtete, dass sich das Spital schwerpunktmässig Richtung Psychiatrie entwickeln und eine interjurassische Institution werden könnte. Die Berner Kantonsregierung kritisierte das Leck.

Die Veröffentlichung vertraulicher Unterlagen erschwere die Suche nach einer Lösung, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Freitagnachmittag. Er verurteilt die Weitergabe des Berichts einer interkantonalen Arbeitsgruppe zur Zukunft der Einrichtung, bevor die Regierungen der Kantone Bern und Jura davon Kenntnis nehmen und sich dazu äussern konnten.

Eine Analyse des Berichts müsse mit Sorgfalt und in Ruhe gemacht werden, betonte der Regierungsrat. Dies werde demnächst geschehen.

100 Plätze für Erwachsene, Jugendliche und ältere Menschen

Das Westschweizer Fernsehen berichtete am Freitag unter Berufung auf den ihm vorliegenden Bericht, dass die Arbeitsgruppe eine Lösung erarbeitet habe, bei der sich das Spital Moutier schwerpunktmässig auf Psychiatrie ausrichten soll.

Die Zahl der Akut- und Pflegebetten soll gesenkt werden, um über 100 Psychiatriebetten für Erwachsene, Jugendliche und ältere Menschen zu schaffen. Insgesamt würde das Spital Moutier rund 20 Plätze mehr aufweisen als bisher. Patienten beider Kantone könnten in der interkantonalen Institution aufgenommen werden.

Hintergrund der Überlegungen der Arbeitsgruppe war gemäss RTS, dass weder der Kanton Jura noch der Berner Jura für sich allein genommen die kritische Masse hätten, um eine effiziente Psychiatrieversorgung zu betreiben. Dazu kommt, dass die heutige psychiatrische Klinik in Bellelay BE nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entspricht.

Unsichere Zukunft

Ob der Vorschlag in der Politik auf offene Ohren stossen wird, ist bis zu einer Stellungnahme der beiden Kantone noch offen. Die Zukunft des Spitals Moutier ist seit geraumer Zeit unsicher. Dies ganz besonders, seit die Frage eines Kantonswechsels der Stadt von Bern zum Jura wegen juristischer Auseinandersetzungen noch immer in der Schwebe ist.

Das Spital Moutier beschäftigt rund 300 Personen und ist ein wichtiger Arbeitgeber im Berner Jura.

(SDA)

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