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Polizei sammelt sensible Personendaten im grossen Stil

Der Fall Kneubühl brachte es an den Tag: Eine Fachstelle der Kantonspolizei sammelt seit mindestens fünf Jahren hochsensible Daten von Bürgern, die sich gegenüber Behörden oder Beamten auffällig benehmen. Jetzt wird abgeklärt: Darf die Kantonspolizei das überhaupt?

Wenn sich jemand auffällig benimmt, sammelt die Polizei Informationen in seinem  Umfeld . Wie hier die Genfer Polizei, die in einem Wohnblock einen Nachbarn zu einem Familienstreit im Haus befragt.
Wenn sich jemand auffällig benimmt, sammelt die Polizei Informationen in seinem Umfeld . Wie hier die Genfer Polizei, die in einem Wohnblock einen Nachbarn zu einem Familienstreit im Haus befragt.
Keystone

Fall Nummer 1: Ein Mann sieht rot. Die Mitarbeiterin des Betreibungsamts kündet ihm eine Lohnpfändung an. Er wird laut, droht der Frau am Telefon, mit dem Gewehr bei ihr aufzukreuzen. Die Betreibungsbeamtin fürchtet sich und macht Meldung bei der Fachstelle Drohung und Gewalt der Kantonspolizei.

Fall Nummer 2: Ein Paar hat Probleme in der Beziehung. Das Gstürm geht so weit, dass auf jede Anzeige eine Gegenanzeige folgt. Der Verdacht auf Stalking liegt nahe. Der Postenchef der Kantonspolizei lässt sich beim psychologischen Dienst über das weitere Vorgehen beraten. Für ein Konfrontationsgespräch wird die Fachstelle Drohung und Gewalt beigezogen.

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