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Spitex Bern spricht 32 Kündigungen aus

Die Sparmassnahmen des Kantons Bern führen zu einschneidenden Massnahmen bei Spitex-Organisationen. Spitex Bern trennt sich von 32 Mitarbeitern.

Spitex Bern muss Stellen abbauen.
Spitex Bern muss Stellen abbauen.
Walter Pfäffli

Das vom Kanton Bern geschnürte Sparpaket führt zu einschneidenden Massnahmen bei Spitex-Organisationen. Spitex Bern, zuständig für die Stadt Bern und die Gemeinde Kehrsatz, hat am Dienstag 32 Kündigungen ausgesprochen.

Dabei handelt es sich um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im hauswirtschaftlichen und sozialbetreuerischen Bereich tätig waren. Für sie sei ein Sozialplan vorgesehen, teilte Spitex Bern mit.

Auf das Pflegeangebot soll der Stellenabbau keine Auswirkungen haben. In diesem Bereich beschäftigt die Organisation rund 380 Mitarbeitende. Diese sollen weiterhin «ein umfassendes und qualitativ hochstehendes Angebot garantieren».

Nachfrageeinbruch erwartet

Der bernische Grosse Rat hatte im November massiven Kürzungen im Spitex-Bereich zugestimmt. Davon betroffen sind hauswirtschaftliche und sozialbetreuerische Leistungen (HWSL). Konkret geht es etwa um Haushalthilfen für alte Menschen, die dank Unterstützung beim Putzen, Einkaufen und Haushaltführen länger in den eigenen vier Wänden leben können.

Der Kanton strich die Beiträge an HWSL-Bezüger. Diese müssen die Leistungen nun vollumfänglich selbst bezahlen. Vielen Menschen sei das nicht möglich, warnte Spitex Bern schon im November. Die Organisation erwartet deshalb einen signifikanten Nachfrageeinbruch.

Die Geschäftsleitung sah sich gezwungen, das HWSL-Angebot zu reduzieren. Sonst wäre Spitex Bern als Unternehmung gefährdet, befürchtet sie.

Sozialplan in Arbeit

Die Leitung von Spitex Bern informierte am Dienstag die 32 betroffenen Mitarbeitenden. Ein umfassender Sozialplan werde mit der betriebsinternen Personalvertretung erarbeitet, heisst es im Communiqué.

Den Mitarbeitenden werde zeitlich gestaffelt gekündigt. Dieses Vorgehen erlaube es Spitex Bern, eine geordnete Übergangsphase sicherzustellen. Bei den Betroffenen erhöhe sich zudem die Chance auf eine rasche Neuanstellung.

Spitex Bern existiert in dieser Form seit 1997. Gemäss Selbstporträt ermöglicht die Organisation «Menschen jeden Alters, trotz Krankheit, Unfall, Behinderung oder Gebrechlichkeit in der eigenen Wohnung leben zu können». Mit 450 Angestellten wurde ein Jahresumsatz von über 30 Millionen Franken generiert.

SDA/js

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