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Strategie für die Immobilien

Rund 30 Prozent seiner jährlichen Nettoinvestitionen steckt der Kanton in seine Gebäude. Nun legt die Regierung eine Strategie vor, wie sie in den nächsten Jahrzehnten mit ihren Liegenschaften umgehen will.

Im Kanton Bern stehen in den nächsten Jahren mehr Investitionen an, als er sich eigentlich leisten kann. Auf dem Bild: Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt in Bern (Archivbild).
Im Kanton Bern stehen in den nächsten Jahren mehr Investitionen an, als er sich eigentlich leisten kann. Auf dem Bild: Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt in Bern (Archivbild).
Beat Mathys

Zurück zum Absender: Das sagte der Grosse Rat Anfang März zum geplanten Neubau des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts in Münchenbuchsee. Denn im Kanton Bern stehen in den nächsten Jahren mehr Investitionen an, als er sich eigentlich leisten kann.

Neubauten gehören dazu, aber auch Investitionen in bestehende Bauten. Die Regierung arbeitet deshalb zurzeit – auch im Auftrag des Parlaments – an einer Priorisierung der Bauvorhaben. Zudem möchte sie mit einem neuen Investitionsfonds Geld beiseitelegen.

Was sie am Donnerstag bereits vorlegte, ist eine Strategie für eine nachhaltige und aktive Bewirtschaftung des kantonalen Immobilienportfolios mit einem Zeithorizont von 20 bis 30 Jahren. Sie soll eine «langfristige, flexible Grundlage» sein und dem Kanton ermöglichen, die Investitionen zu priorisieren und neue Finanzierungsformen zu finden.

Als aktuelle und kommende Herausforderungen nennt sie etwa den zunehmenden Raumbedarf im Bildungsbereich, den steigenden Sanierungsbedarf wegen des Alters der Gebäude, die Entwicklungen bei der Energieeffizienz sowie die Forderung nach modernen Arbeitsplatzmodellen.

In der Strategie steht zum Beispiel, dass der Kanton wenn immer möglich und sinnvoll mit Holz bauen soll, dass er Eigentum einer Anmiete vorzieht und seine Liegenschaften möglichst an gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossenen Standorten ansiedeln möchte. Zudem will er nur Liegenschaften behalten, die er für die Erfüllung seiner Kernaufgaben braucht. Ist das nicht der Fall, zieht er eine Abgabe im Baurecht einem Verkauf vor.

Die kantonalen Immobilien haben einen Gesamtwert von rund fünf Milliarden Franken. Rund 80 Prozent der Liegenschaften sind älter als 30 Jahre. Für ihre Entwicklung, Instandhaltung und Instandsetzung investiert der Kanton jährlich rund 150 Millionen Franken. Das entspricht 30 Prozent seiner jährlichen Nettoinvestitionen.

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