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Der Supermond am Eiger

Am 14. November ist der Mond seit fast 69 Jahren der Erde am nächsten. Wegen der Wetterlage konnten nicht alle das Spektakel sehen.

Markus Bieri hat den Supermond von St. Stephan aus aufgenommen. Zu sehen ist die Bergstation Rinderberg.
Markus Bieri hat den Supermond von St. Stephan aus aufgenommen. Zu sehen ist die Bergstation Rinderberg.
Markus Bieri
Der Supermond geht über dem Fürstein und kleinem Fürstein auf.
Der Supermond geht über dem Fürstein und kleinem Fürstein auf.
Mario Trachsel
«Seit 1948 war der Mond nie mehr so nahe an der Erde wie jetzt», schreibt Fritz Ischer und hat den Vollmond in Oberthal fotografiert.
«Seit 1948 war der Mond nie mehr so nahe an der Erde wie jetzt», schreibt Fritz Ischer und hat den Vollmond in Oberthal fotografiert.
Fritz Ischer, Zäziwil
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Das war aber gar nicht nett von Petrus: Am Montagabend, an welchem der Vollmond so gross schien wie seit 68 Jahren nicht mehr, hüllte der Wettergott das gesamte Mittelland in eine kompakte Hochnebeldecke.

Für die­jenigen Leser, die um das lunare Spektakel geprellt wurden, stiegen wir extra zur Höhenlücke oberhalb von Mürren, auf 1900 Meter Meereshöhe, hinauf. Dort war ab 18 Uhr zu beobachten, wie der Supervollmond die Eigernordwand entlang allmählich Richtung Gipfel stieg.

356'511 Kilometer betrug die Entfernung des Mondes zur Erdoberfläche letzte Nacht, also rund 30'000 Kilometer weniger als normalerweise. So nahe flog der Trabant letztmals im Jahr 1948 an uns vorbei. Und er wird es erst in 18 Jahren wieder tun: Am 25. November 2034 sind es sogar nur 356'447 Kilometer Distanz.

Durch seine Nähe zur Erde schien der Mond letzte Nacht 30 Prozent heller und 14 Prozent grösser als sonst. Der Grund für dieses Jo-Jo-Spiel ist die elliptische Laufbahn des Mondes um die Erde. Aussergewöhnlich auch die Richtung, in welcher der Mond zurzeit auf- und untergeht: Aufgang bei 69 Grad (Ostnordost), Untergang bei 294 Grad (Westnordwest).

Vorgeschmack am Morgen

Frühaufsteher hatten schon heute morgen die erste Chance, den Supermond zu sehen – beim Monduntergang zwischen 6.45 und 7 Uhr. «Allerdings nur in Höhen über 1600 Metern», sagte Meteorologe Ludwig Zgraggen von MeteoSchweiz. Im Tessin sei die Sicht auch teilweise offen gewesen, aber in den Niederungen war sie durch kompakten Hochnebel verdeckt.

Sollte die Bewölkung in den Niederungen nicht aufreissen, könnte es am 14. Dezember noch eine Chance geben, den nächsten – etwas kleineren – Supermond zu sehen. Dann ist der Mond nur rund 3000 Kilometer weiter weg von der Erde als am Montag.

Haben Sie den Supermond eingefangen? Senden Sie uns Ihr Bild an online@bernerzeitung.ch.

SDA/bpm/mas

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