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Thais zur Prostitution gezwungen

Eine 57-jäh­rige Thailänderin muss sich wegen Menschenhandels vor der Justiz verantworten. Sie soll rund 80 Landsleute in die Schweiz gelockt und zur Prostitution gezwungen haben.

Wegen Menschenhandels muss sich eine Thailänderin vor Gericht verantworten.
Wegen Menschenhandels muss sich eine Thailänderin vor Gericht verantworten.
Fotolia

Eine 57-jährige Frau aus Thailand soll über drei Jahre hinweg bis zu 80 Menschen aus ihrem Heimatland in die Schweiz gebracht haben. Diese vermittelte sie in der Folge an Etablissements im Kanton Bern sowie in den Kantonen Solothurn, Luzern, Basel-Stadt, St. Gallen und Zürich.

Insgesamt konnten rund 80 Personen ermittelt werden, für welche die mutmassliche Drahtzieherin die Einreise in die Schweiz sowie einen Arbeitsplatz in einem Etablissement in der Schweiz organisiert hatte. Die Opfer stammten aus ärmlichen Verhältnissen und wurden in Ausnützung ihrer Notlage oder unter falschen Angaben in die Schweiz vermittelt.

«Reiseschulden»

In der Folge mussten die Opfer einen Betrag zwischen 25'000 und 30'000 Franken durch Prostitution abzahlen. Sie hatten den gesamten Verdienst an die Betreiberinnen der Salons abzugeben. Die Hälfte davon behielten die Betreiberinnen ein, und mit den verbleibenden Einkünften wurden die auferlegten «Reiseschulden» abbezahlt. Die Opfer wurden bei der Prostitutions­tätigkeit überwacht und in ihrer Handlungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Die Drahtzieherin wurde im Oktober 2014 am Flughafen Zürich festgenommen und befindet sich nun im vorzeitigen Strafvollzug. Gegen die Betreiberinnen der Etablissements wurden se­parate, durch die kantonalen Staatsanwaltschaften geführte Strafverfahren eröffnet.

BZ/tpu

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