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Urwyler klagt erneut

Die 2014 entlassene Insel-Ärztin Natalie Urwyler will nun Schadenersatz.

Es sei an der Zeit, dass der Schaden, der durch das Verhindern von Frauenkarrieren entstehe, gerichtlich festgestellt werde, findet Urwyler.
Es sei an der Zeit, dass der Schaden, der durch das Verhindern von Frauenkarrieren entstehe, gerichtlich festgestellt werde, findet Urwyler.
Florian Bärtschiger

Es war das erste Urteil, das aufgrund des Gleichstellungsgesetzes gefällt wurde. Bis vor Obergericht hatte sich Natalie Urwyler gegen ihre Kündigung als Anästhesieärztin am Inselspital Bern gewehrt. 2014 war ihr wegen eines «zerrütteten Vertrauensverhältnisses» gekündigt worden. Das Obergericht entschied aber, dass es eine verbotene Rachekündigung gewesen war. Zuvor hatte sich Urwyler stark für einen besseren Mutterschutz und für Gleichstellung am Inselspital eingesetzt.

Nun will Natalie Urwyler laut «Beobachter» erneut klagen: Es sei an der Zeit, dass der Schaden, der durch das Verhindern von Frauenkarrieren entstehe, gerichtlich festgestellt werde, sagt sie dem Magazin. In ihrem Fall belaufe sich der Schaden durch die entgangene Wissenschaftskarriere auf mehrere Millionen Franken. Zudem habe sie nach der Kündigung wegen des Rechtsstreits keinen Job erhalten und sich zur Intensivmedizinerin umschulen lassen müssen. Hätte sie mit 40 einen Autounfall gehabt, hätte die Haftpflichtversicherung den Schaden gedeckt. Dasselbe Prinzip wolle Urwyler mit ihrer Klage durchsetzen.

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