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Wenn Grossräte einfach keine Meinung haben

Der Job von Politikern ist es, zu entscheiden. Es gibt aber auch Spezialisten der Enthaltung. Berner Meister in dieser Disziplin sind die Grossräte Sarah Gabi (SP, Schwarzenburg), Marc Jost (EVP, Thun) und Daniel Klauser (Grüne, Bern).

<i>Karikatur: Max Spring</i>

Karikatur: Max Spring

Sandra Rutschi

Was soll es denn sein? Lack- oder Turnschuhe? Pizza oder Sushi? Kino oder Konzert? Jeder Mensch fällt täglich unzählige Ent­scheidungen– und manchmal ist das schwierig. Auch für die 160 Grossrätinnen und Grossräte im Kanton Bern.

Dabei sind sie eigentlich genau dafür gewählt worden: dass sie sich eine Meinung bilden, Entscheidungen treffen und dann im Parlament den entsprechenden Abstimmungsknopf drücken.

Doch anders als vor dem Schuhregal, im Restaurant oder im Ausgang gibt es im Ratssaal einen Ausweg, wenn die Entscheidung zu schwierig wird: den Enthaltungsknopf. In der laufenden Session wurde er in über zwei Dritteln der Abstimmungen im Grossen Rat mindestens einmal gedrückt. Das zeigt eine umfangreiche Datenanalyse dieser Zeitung.

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