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Wohnsitzpflicht für Pfarrer soll gelockert werden

Berner Pfarrer sollen künftig nicht mehr alle zwingend in einer Dienstwohnung in ihrer Gemeinde leben müssen.

Der Kanton Bern will mit der Revision des Gesetzes über die Landeskirchen die sogenannte Residenzpflicht lockern.

Neu soll sich die Residenzpflicht nur noch auf ein Dienstverhältnis pro Kirchgemeinde beschränken, wie die Berner Kantonsregierung am Freitag mitteilte. Die Kirchgemeinden können selber entscheiden, ob sie die Wohnsitzpflicht auf weitere Pfarrpersonen ausdehnen wollen.

Damit die Erreichbarkeit der Pfarrerinnen und Pfarrer in einer Kirchgemeinde sichergestellt ist, müssen die Gemeinden den Pfarrpersonen Arbeitsräume zur Verfügung stellen.

Mit der Gesetzesrevision sollen die Pfarrpersonen ausserdem nicht mehr für eine bestimmte Amtsdauer gewählt, sondern in einem unbefristeten, öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis angestellt werden.

Die Kirchgemeindeversammlung erhält ein Mitwirkungsrecht. Anstellungen von Pfarrpersonen oder Gemeindeleitenden müssen von der Kirchgemeindeversammlung genehmigt werden. Die Versammlung kann dem Kirchgemeinderat gegebenenfalls auch einen Auftrag erteilen, eine Pfarrperson zu entlassen.

Die bisherigen gesetzlichen Regelungen stammen aus dem Jahr 1945. Die Revision geht nun bis Mitte August in die Vernehmlassung.

SDA/nck

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