Zum Hauptinhalt springen

Zybach sagt Darmkrebs Kampf an

Der Regierungsrat soll abklären, in welcher Form ein Früherkennungsprogramm für Darmkrebs möglich ist. Die Spiezer SP-Grossrätin Ursula Zybach reichte eine entsprechende Motion ein.

Spiezer SP-Grossrätin Ursula Zybach möchte, dass ein Früherkennungsprogramm für Darmkrebs aufgegleist wird
Spiezer SP-Grossrätin Ursula Zybach möchte, dass ein Früherkennungsprogramm für Darmkrebs aufgegleist wird
Patric Spahni

Rund 4200 Menschen erhalten in der Schweiz jährlich die Diagnose Darmkrebs. Es handelt sich damit um die dritthäufigste Krebserkrankung. Mit 1700 Todesfällen gehört sie zu den gefährlichsten Krebserkrankungen – nur an den Folgen von Lungenkrebs sterben mehr Menschen. In einem frühen Stadium ist Darmkrebs jedoch gut therapierbar.

Die Spiezer SP-Grossrätin Ursula Zybach verlangt deshalb vom Regierungsrat eine Machbarkeitsstudie für ein Früherkennungsprogramm. Sie hat hat eine entsprechende Motion eingereicht. «So lässt sich nicht nur viel Leid verhindern, sondern auch massiv Kosten sparen.» Mitglieder aus den Fraktionen der SP, Grünen, BDP, GLP, EVP und FDP unterstützen das Anliegen ebenfalls.

Diagnose kommt oft zu spät

Seit 2013 übernehmen die Krankenkassen für alle 50- bis 69-Jährigen die Kosten für eine Früherkennungsuntersuchung von Darmkrebs. Trotzdem werde die Krankheit in rund der Hälfte der Fälle zu spät erkannt, sagt Zybach. «Viele Menschen gehen trotz Blut im Stuhl nicht zum Arzt.» Zu gross sei die Angst vor der Diagnose. Idealerweise sollten sich Männer und Frauen ab 50 unter­suchen lassen. Die Motionärin ist mit der Thematik bestens betraut, war sie doch von 2002 bis 2013 Geschäftsleitungsmitglied der Krebsliga Schweiz.

Einladung zur Untersuchung

Wie die Früherkennung dereinst aus­sehen soll, lässt Zybach offen. «Es ist die Aufgabe der Regierung, zu entscheiden, wie man ein solches Programm am besten aufgleist.» Vorstellbar wäre eine Einladung zu einer Untersuchung, wie es heute für die Brustkrebsfrüherkennung üblich ist. «Vielleicht gibt es aber auch eine bessere Lösung.»

Auch auf die Art der Untersuchung will sich die Motionärin nicht festlegen. Es müsse geprüft werden, ob ein Nachweis von Blut im Stuhl oder aber eine Darmspiegelung sinnvoller sei. Weiter solle die Regierung prüfen, wie man ein solches Programm kosteneffizient durchführen und die nötige Qualität garantieren könne.

js/jss

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch