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Kapitän noch nicht in Haft

BootsdramaDie Untersuchung des tragischen Bootsunfalls, der im Sommer 2010

Es ist jetzt beinahe eineinhalb Jahre her. Und noch immer ist unklar, wer im Sommer 2010 die Aargauerin auf dem Bielersee mit einem Luxusboot getötet hat. Die Staatsanwaltschaft stellte einen Abschluss des Untersuchungsverfahrens für diesen Herbst in Aussicht. Weihnachten steht vor der Tür, und noch immer gibt es keine News. «Nächste Woche werden wir informieren», verspricht Christof Scheurer, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft. Die Mitteilung werde jedoch nicht das Ende des Verfahrens verkünden. Vielmehr will die Staatsanwaltschaft erklären, weshalb sich die Untersuchung in die Länge zieht. «Wenn wir einen Termin in Aussicht stellen, müssen wir auch begründen, weshalb wir diesen nicht einhalten können», sagt Scheurer. Verdächtiger auf freiem Fuss Das Drama auf dem Bielersee schockierte die Schweiz: Am Sonntagnachmittag, 11.Juli 2010, war ein junges Paar aus dem Aargau in einem Gummiboot zwischen Lüscherz und der St.Petersinsel unterwegs. Ein Motorboot raste auf die beiden zu, das Paar sprang ins Wasser, das Boot brauste über sie hinweg. Die Schiffsschraube erfasste das Bein der Frau: Die 24-Jährige verblutete am Unfallort. Ins Visier der Polizei geriet rasch der 74-jährige Unternehmer U.T. aus der Region Biel. Er war an besagtem Zeitpunkt mit seinem Boesch-Boot auf dem Bielersee unterwegs. Der Mann bestreitet die Tat bis heute. Die Staatsanwaltschaft liess das Boesch-Boot untersuchen und drei Gutachten erstellen. Fazit: Der Kiel und der Antrieb des Bootes waren nicht beschädigt. Die Spezialisten fanden unter anderem aber Fasern von Putzlappen und organisches Material – ob es sich dabei um Blut der Frau handelt, konnten sie nicht mehr eruieren. Simone Lippuner>

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