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Katzenjammer nach Technoparty

Sphere organisierte in Münchenbuchsee einen Techno-Grossanlass. 1800 Besucher kamen. Sphere ging mit Schulden.

Alle freuten sich: Die Technofans über die Töne, die Veranstalter über den ausverkauften Anlass, die Behörden über eine Veranstaltung ohne Vandalismus und Nachtruhestörungen. Jetzt, fünf Monate nach der Technoparty Sphere in Münchenbuchsee, herrscht Katzenjammer. Der Wirt der Saal- und Freizeitanlage zwischen Buchsi und Zollikofen und die Sicherheitsfirma klagen über unbezahlte Rechnungen. Wirt Felix Müller spricht von 55000 Franken. Der Hauptposten, rund 40000 Franken, seien Getränke, welche die Eventfirma Sphere von ihm bezog, aber nicht bezahlt habe. Die restlichen 15000 Franken schulde ihm Sphere für Umbauten in der Saal- und Freizeitanlage und für Putzarbeiten nach der Party. «Viel Geld eingenommen» Das sei kriminell, und wenn Sphere nicht zahle, werde er die Firma verklagen, sagt Müller. «Diese 55000 Franken bringen mich an meine finanziellen Grenzen.» Er habe die ausstehenden Rechnungen einem Inkassobüro übergeben. Besonders erzürnt ist er, weil er annimmt, dass Sphere an diesem Abend viel Geld eingenommen habe, sehr viel Geld: Rund 100000 Franken durch die Tickets, 150000 Franken mit dem Getränkeverkauf. Zusammen also eine satte Viertelmillion, schätzt er. Mit diesen Einnahmen habe Sphere die meisten Beteiligten ausbezahlt, alle DJs zum Beispiel. Er jedoch sei beinahe leer ausgegangen. Sphere habe bloss 7000 Franken Miete für die Säle entrichtet. Auf Zahlungen wartet auch die Firma Eventworkers in Härkingen. Thomas Fehlmann, der Leiter des Sicherheitsunternehmens, beziffert seine Ausstände auf rund 3000 Franken. Hinter dem Partyunternehmen Sphere steht Davide Rausa aus Bern. Er bestätigt, dass er Wirt Müller und dem Sicherheitsexperten Fehlmann Geld schulde – jedoch weniger, als die beiden auflisten. Für den Securitydienst habe er bereits 9500 Franken bezahlt, nun seien noch 2500 Franken offen. Weit grösser sind die Differenzen zwischen Wirt Müller und Veranstalter Rausa. «Ich werde Geld überweisen», sagt Rausa. Doch seien die von Felix Müller genannten Summen viel zu hoch. «Für die Getränke schulden wir dem Wirt der Saalanlage bloss rund 10000 Franken», so Davide Rausa, «die übrigen Ausstände berechnen wir noch.» Rausa erwähnt, dass seine Leute selbst geputzt hätten und dass Sphere die Handwerker für die Umbauten aus der eigenen Tasche bezahlt habe. Und: «Wir mussten einige Räume in der Saal- und Freizeitanlage komplett entrümpeln, bevor wir sie nutzen konnten.» «Haben uns verrechnet» Rausa korrigiert auch Müllers Gewinnschätzungen. Er habe bloss rund 180000 Franken eingenommen – und etwa gleich viel ausgegeben. «Wir haben mit grosser Kelle angerichtet», sagt er und verweist auf die 100 DJs und den Limousinen-Pendeldienst zum Bahnhof. «Wir haben uns verrechnet.»pst>

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