Zum Hauptinhalt springen

Kein BSV-Derbysieg im Jahr 2011

HandballDer BSV Bern Muri hat auch das zweite Berner

Manuel Reber war die Enttäuschung im Gesicht anzusehen. «Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen», sagte der Rückraumspieler des BSV Bern Muri. «Irgendwie haben wir aber in der zweiten Hälfte zu überhastet gespielt.» Wenige Meter daneben freuten sich seine ehemaligen Teamkollegen von Wacker Thun über den Erfolg. Die Oberländer hatten auch das zweite Berner Derby der Saison für sich entschieden. 29:28 lautete das Resultat zugunsten der Gäste. Wirklich spannend war es in der Schlussphase aber nicht mehr geworden. Der BSV Bern Muri hatte immer wieder auf zwei Treffer Differenz verkürzt, ein cleveres Wacker hatte aber stets mit einem Gegentor geantwortet. Die Thuner führten so eine Minute vor Schluss 29:26. Das Tor von David Staudenmann zum 28:29 für den BSV fiel erst acht Sekunden vor Spielende und damit zu spät, um ihm noch den Ausgleich folgen zu lassen. Die Berner waren gut in die Partie gestartet und lagen während eines Grossteils der ersten Halbzeit in Führung. Nach der Pause aber agierten sie zu fehlerhaft. Schlüsselspieler präsentierten sich nicht in Bestform. Sepp Schwander etwa hatte auch schon bessere Leistungen abgeliefert als zuletzt. Der Slowake Ladislav Tarhai erzielte nur zwei Tore, beging aber sechs technische Fehler und war auf der linken Seite nicht jener torgefährliche Rückraumschütze, den die Berner gebraucht hätten. Alen Milosevic mit Bänderriss «Bei Tarhai war eine gewisse Verunsicherung festzustellen», meinte Alex Milosevic, der Trainer des BSV Bern Muri. «Bei der personellen Situation, wie sie sich bei uns derzeit präsentiert, wirkt sich eine schwache Darbietung eines Leistungsträgers sofort aus.» Die Berner traten im Derby mit lediglich 10 Feldspielern an. Neben Goran Cvetkovic, Misha Kaufmann und Valentin Striffeler fiel auch Alen Milosevic aus. Der Kreisläufer hatte sich im Cupachtelfinal gegen Kadetten Schaffhausen einen Bänderriss zugezogen. Er fällt für zwei Wochen aus. Wacker Thun agierte zudem in Überzahlsituationen wesentlich besser. Als beim Stand von 22:24 der BSV-Torhüter Nikola Portner einen Siebenmeter von Borna Franic abwehren konnte, schafften es die Berner nicht, den Ball unter Kontrolle zu bringen. Luca Linder konnte zum Nachschuss ansetzen und das vorentscheidende 25:22 für die Gäste erzielen. «Dieses Tor dürfte so nicht fallen», zeigte sich Manuel Reber selbstkritisch. «Ich sollte diesen Ball übernehmen können.» Vier Siege für Wacker Wacker Thun hat mit dem Erfolg vom Samstag alle vier Derbys im Jahr 2011 für sich entschieden. Bei den Duellen in Thun war jeweils der BSV Bern Muri lange die bessere Mannschaft, ehe sich die Oberländer durchsetzten (30:24/27:24). In Gümligen lautete der Endstand zweimal 29:28 für Wacker. «Wir waren nicht das schlechtere Team», sagte BSV-Trainer Milosevic. «Ich bin daher sehr enttäuscht. Wir haben in gewissen Phasen unkonzentriert gespielt, zudem gab es diskutable Schiedsrichterentscheide gegen uns.» An den Spielleitern lag es jedoch nicht, dass der BSV Bern Muri zum zweiten Mal innert einer Woche eine Partie gegen einen direkten Konkurrenten um einen der vier Playoff-Plätze verlor. Am 10.Dezember waren die Berner in Winterthur 25:27 unterlegen. Es sind Niederlagen, die sich im Kampf um Platz 4 negativ auswirken könnten.Reto PfisterResultate Seite 22>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch