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Kewu ohne Bern und Köniz

AbfälleFür eine neue Vergärungsanlage zählte die Kewu AG auf Bern und Köniz. Die Rechnung geht aber nicht auf.

Es hätte eine grosse Anlage werden sollen. Jährlich 20000 Tonnen Grünabfälle wollte die Kewu AG in Krauchthal in einer neuen Vergärungsanlage verarbeiten. Dafür setzte sie bis anhin auf Bern und Köniz. Alleine bringen die 13 Aktionärsgemeinden nur 12000 Tonnen zusammen. Dank der erhofften 6000 bis 10000 Tonnen aus Bern und der 1500 Tonnen aus Köniz sollte die Anlage ausgelastet und so wirtschaftlich betrieben werden können. Dieser Plan ist Geschichte. «Wir können vorerst nur 4000 Tonnen zusichern», sagt die Berner Gemeinderätin Regula Rytz (Grüne). Diese Menge ist der Kewu zu klein. Sie verzichtet darum auf eine Zusammenarbeit mit Bern – und auch mit Köniz. Mit einer Vergärungsanlage möchte die Kewu die Kompostierung ablösen und Energie produzieren. Als sie vor vier Jahren erstmals damit liebäugelte, galt noch: Nur mit mindestens 20000 Tonnen rechnet sich eine solche Anlage. Das ist jetzt anders. «Wir haben neue Richtofferten eingeholt», sagt Verwaltungsratspräsident Peter Bernasconi. «Wir können auch mit 12000 Tonnen wirtschaftlich operieren.» Die Kewu wird nun ein neues Projekt ausarbeiten – was allerdings die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) gefährdet. Sie war der Kewu unter der Bedingung zugesichert, dass die Baubewilligung bis Ende 2012 vorliegt. Offene Gebührenfragen Die KEV-Frist ist auch der Grund für die Zurückhaltung in Bern. «Der Zeitdruck ist das Hauptproblem», sagt Rytz. Die Kosten für die jährlich 4000 Tonnen, die momentan gesammelt werden, sind in der Grundgebühr enthalten. Um die Sammelmenge zu erhöhen, möchte der Gemeinderat ein Grüngutabonnement einführen. «Wir müssen zuerst abklären, ob die Akzeptanz dafür vorhanden ist», sagt Rytz. Ausserdem ist noch ein Urteil des Bundesgerichts zu den Abfallgrundgebühren hängig. «Bis dahin wäre es unverantwortlich, eine grössere Menge zuzusichern.» Rytz schliesst eine spätere Zusammenarbeit mit der Kewu nicht aus. Wenn dies aus technischen Gründen nicht möglich sei, werde man in der Region andere Möglichkeiten suchen. Gelassenheit herrscht auch in Köniz. «Mit der Feldrandkompostierung haben wir derzeit eine gute Lösung für unser Grüngut», sagt Daniel Gilgen, Leiter Abteilung Umwelt und Landschaft.Johannes ReichenKewu AGDie 13 Aktionärsgemeinden sind: Biglen, Bolligen, Ittigen, Krauchthal, Moosseedorf, Münchenbuchsee, Muri, Ostermundigen, Stettlen, Urtenen-Schönbühl, Vechigen, Worb und Zollikofen.>

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