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Klirrende Kälte und Eisglätte

WinterwetterDer Traum von weissen Weihnachten ist 2010 in Erfüllung gegangen. Die weisse Pracht und die eisigen Temperaturen hatten aber auch ihre Tücken: Auf den Strassen gab es zahlreiche Unfälle.

Es war nicht Frau Holle, sondern Scarlett: Das Tief sorgte dafür, dass über die Feiertage praktisch die ganze Schweiz mit einer dicken Schneedecke überzogen war. Einen Rekord verzeichnete Zürich: Dort lag mit 13 Zentimetern so viel Schnee wie seit Weihnachten 1986 nicht mehr, wie Meteomedia mitteilte. Am meisten Neuschnee gab es allerdings in der Nordschweiz mit bis zu 20 Zentimetern. Zumindest fürs Auge erfreulich: Am Weihnachts- und insbesondere am Stephanstag ist es so kalt geworden, dass der Schnee vorerst liegen bleibt und sich nicht allzu schnell in Matsch verwandelt. Am Sonntagmorgen fiel das Quecksilber vielerorts im Mittelland unter –10 Grad. Laut SF Meteo war es beim Flughafen Zürich mit –15,9 Grad am kältesten – so kalt war es dort seit Anfang 2005 nicht mehr. In Tänikon TG wurden –15,5 Grad gemessen, in Ursenbach BE –12,4 Grad und in Gösgen SO, Leibstadt AG und Wetzikon ZH –12,2 Grad. Die Schattenseite der Bilderbuch-Schweiz zeigte sich auf den Strassen. Schnee und Glätte führten vielerorts zu Unfällen mit Verletzten und Blechschäden. In Syens VD verunfallte am Weihnachtsmorgen ein 30-jähriger Autofahrer tödlich. Er hatte in hohem Tempo ein anderes Auto überholt und dabei die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Das Auto überschlug sich und kam auf dem Dach zum Stillstand. Die Feuerwehr konnte den Mann nur noch tot bergen. Am zweiten Weihnachtstag hatte auch die SBB mit Problemen zu kämpfen. Zwischen Basel und Olten war die Strecke während knapp sechs Stunden behindert. Grund war laut SBB eine gerissene Fahrleitung. In mehreren Kantonen staute sich der Verkehr nach Unfällen auf der Autobahn, wie Viasuisse mitteilte. Nicht immer aber war ein Unfall der Grund für kilometerlange Blechlawinen. Auf der A2 im Baselbiet war es am Sonntag der «ausserordentlich starke Wintersport- und/oder Ferienverkehr», wie die Polizei Basel-Landschaft mitteilte.sda>

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